Ein Besuch auf Flor og Fjare – Norwegens Garteninsel im Fjord
Mein etwas verregnetes, aber unvergessliches Erlebnis in Stavanger
Im Sommer 2016 hatte ich die Gelegenheit, eine Kreuzfahrt entlang der norwegischen Küste zu machen. Mein letztes Ziel vor der Heimreise war die charmante Stadt Stavanger. Schon lange bevor die Reise begann, hatte ich einen Bericht über eine ganz besondere Garteninsel gesehen – Flor og Fjare. Als ich entdeckte, dass dorthin ein Ausflug angeboten wurde, war meine Entscheidung schnell gefallen: Das musste ich sehen!
Anreise mit Regen und Regenschirm
Das norwegische Sommerwetter zeigte sich während meiner Reise von seiner rauen Seite – Regen, Wind und Nebel waren ständige Begleiter. Auch am Tag des geplanten Ausflugs war keine Wetterbesserung in Sicht.
Trotzdem stiegen wir voller Vorfreude ins Boot. Immerhin war es beim Ablegen trocken – und in Norwegen weiß man, dass sich das Wetter alle paar Minuten ändern kann.
Kaum auf der Insel angekommen, fing es natürlich wieder an zu regnen. Aber die Norweger sind auf alles vorbereitet: Jeder bekam einen Regenschirm in die Hand, und die Führung konnte beginnen.
Ein Garten, der jedes Jahr neu entsteht
In Gewächshäusern nahe Stavanger werden jährlich rund 50.000 einjährige Pflanzen herangezogen. Ab Mai werden sie per Schiff auf die Insel gebracht und dort neu arrangiert.
Auf meine Frage, warum keine Stauden verwendet werden, bekam ich eine erstaunlich logische Antwort:
„Nur mit Einjährigen können wir die Farb- und Musterspiele jedes Jahr neu gestalten. Stauden würden das Gesamtbild zu unkontrolliert verändern.“
Das leuchtete mir sofort ein – und zeigt, wie präzise geplant und dennoch kreativ dieser Garten ist.
Farbenpracht trotz grauer Wolken
Obwohl das Wetter an diesem Tag alles andere als freundlich war, blieb die Stimmung heiter. Zwischen Palmen, Begonien, Petunien und Tropenpflanzen fühlte man sich wie in einer anderen Welt.
Selbst im Regen strahlten die Farben – und vielleicht war es genau dieses raue norwegische Licht, das den Garten so besonders wirken ließ.
Ich war schlicht begeistert und hoffe, eines Tages bei Sonnenschein zurückzukehren, um Flor og Fjare noch einmal in seiner ganzen Pracht zu erleben – und natürlich, um noch mehr Fotos zu machen.
Fazit
Trotz Regen war der Besuch auf Flor og Fjare eines meiner schönsten Gartenerlebnisse überhaupt.
Eine Insel, die zeigt, was möglich ist, wenn Leidenschaft, Präzision und Liebe zur Natur aufeinandertreffen.
👉 Wer mehr erfahren möchte:
Flor og Fjare – Offizielle Website


