RHS Garden Wisley 2025

RHS Garden Wisley 2025

RHS Garden Wisley – Mein absolutes Highlight der Englandreise 2025

Ein Garten voller Geschichte, Inspiration und unvergesslicher Eindrücke

Der letzte Garten auf meiner Englandreise im Mai 2025 war der RHS Garden Wisley – und er war für mich das absolute Highlight. Es passte perfekt, dass wir ihn ganz zum Schluss besucht haben. Vielleicht war ich zu diesem Zeitpunkt schon voller Eindrücke, vielleicht war es die besondere Stimmung dieses Gartens – oder einfach beides. Hier möchte ich euch etwas über seine Geschichte erzählen und natürlich meine ganz persönlichen Gartenerlebnisse teilen.

Die Geschichte des RHS Garden Wisley

Der RHS Garden Wisley gehört zu den bedeutendsten und traditionsreichsten Gärten Großbritanniens. Seine Wurzeln reichen über 140 Jahre zurück:

  • 1878 kaufte der leidenschaftliche Gärtner und ehemalige Fabrikant George Fergusson Wilson das Anwesen Oakwood.
    Er legte dort einen experimentellen Garten an, in dem er seltene Zierpflanzen kultivierte – etwa Lilien, Enziane und japanische Iris.

  • Nach seinem Tod übernahm Thomas Hanbury das Gelände und schenkte es 1903 der Royal Horticultural Society (RHS).
    Damit begann Wisleys Aufstieg zu einem der wichtigsten Gärten Englands.

  • In den folgenden Jahrzehnten entstanden ikonische Bereiche wie der Steingarten (1910) oder das große Gewächshaus, das 2007 eröffnet wurde.

Heute ist Wisley nicht nur ein Garten, sondern ein Zentrum für Gartenbauwissenschaft, ein Ausbildungsort und eine wahre Fundgrube für Inspiration. Über eine Million Besucher kommen jedes Jahr – und ich kann absolut verstehen, warum.

Meine Besuchszeit in Wisley

Wir hatten für Wisley vier Stunden Zeit – und wie fast jeder Besucher stellte ich fest:
Das reicht eigentlich nicht.

Der Garten ist in 33 Bereiche gegliedert, und obwohl ich nicht alles sehen konnte, war jede Ecke beeindruckend. Hier meine schönsten Entdeckungen:

Meine Highlights der Gartenbereiche

Welcome Landscape

Der Eingangsbereich ist wunderschön gestaltet – aber man läuft viel zu schnell hindurch, weil man unbedingt den Rest sehen möchte.


Oudolf Landscape

Einer meiner wichtigsten Stopps. Prächtige Staudenbilder im Stil von Piet Oudolf, mit einer Klarheit und Ruhe, die mir im eigenen Präriebeet bisher fehlt.

Oudolfs Geheimnis: wenige Pflanzenarten, dafür viele Exemplare einer Sorte. Ergebnis: Ruhe, Struktur, Kraft.

Nach fast sieben Jahren ist mein eigenes Präriebeet ausgewachsen – jetzt weiß ich, was ich verändern möchte.


Clear Lake

Ein stiller See, eingerahmt von Uferpflanzen. Ich begegnete einem Reiher, der sich genüsslich putzte – ein schöner Moment.


Glasshouse

Ein riesiges Gewächshaus mit tropischen, subtropischen und wüstenartigen Klimazonen. Warm, feucht, beeindruckend – und gut gefüllt mit Menschen. Vom Viewing Mount wirkt es fast majestätisch.


Rock Garden & Alpine Display Houses

Alpines ist nicht mein Spezialgebiet, aber ich war verblüfft, wie zierlich und stark zugleich diese Pflanzen zwischen Steinen stehen.
Das Alpine-Gewächshaus selbst fand ich besonders inspirierend – es spukt mir gedanklich noch immer herum.


Wisteria Walk

Leider waren die Glyzinien bereits verblüht, aber die langen Bogengänge haben mich dennoch beeindruckt.


Jubilee Arboretum

Ein Schatz für Baumlovers! Von oben sieht das Arboretum aus wie ein kleines Paradies aus Baumkronen.


Orchard

Einer der Bereiche, den ich nur aus der Ferne sehen konnte – aber beeindruckend:
660 Apfelsorten, 125 Birnen, 100 Pflaumen!


Bowes-Lyon Rose Garden

Ein Traum! Man geht einen kleinen Hang hoch, vorbei an Gehölzen mit außergewöhnlichen Blüten – und oben erwartet einen ein Meer aus Rosen.


Cottage Garden

So stellt man sich England vor: Üppige Stauden, Farben in allen Nuancen, ein Hauch Romantik.


Viewing Mount

Ein Muss! Der ganze Hügel ist mit Lavendel und Rosmarin bepflanzt (sie blühten leider noch nicht), aber der Blick über das Oudolf-Areal und das große Gewächshaus ist unvergesslich.


Und natürlich: der Shop

Der krönende Abschluss. Deko, Gartenbücher, Pflanzen, Feinkost – alles, was das Gärtnerherz höherschlagen lässt. Mein Koffer war allerdings schon voll, also beschränkte ich mich auf eine Broschüre und einen kleinen RHS-Kalender.

Hygge-Faktor

Ganz klar: 5 von 5!

Warum?

  • viele Bereiche zum Staunen und Verweilen

  • Schatten unter alten Bäumen

  • weite Wiesen zum Picknicken

  • familienfreundlich

  • gute Gastronomie

  • extrem schöner Shop

  • unendlich viele Inspirationen

Wisley ist ein Garten, in dem man zur Ruhe kommt, obwohl er so groß und vielfältig ist.

Fazit – Mein größter Gartenimpuls aus Wisley

Ich war völlig begeistert. Der Garten zeigt unglaublich gut, wie viel Wissen, Zeit und Geld die RHS investiert, um einen Garten dieser Größe lebendig zu halten.

Und ich habe zwei wichtige Erkenntnisse für meinen eigenen Garten mitgenommen:

1. Weniger Pflanzenarten – mehr Stückzahl pro Sorte

Damit ein Garten Ruhe ausstrahlt und zugleich pflegeleicht bleibt.

2. Solitärgehölze müssen zu jeder Jahreszeit etwas bieten

Nicht nur zur Blütezeit. In meinem Garten klappt das bei vielen Gehölzen bereits gut (z. B. Felsenbirne, Blutpflaume). Die Haselnüsse auf der Westseite dagegen gefallen mir zunehmend weniger, und einige Obstbäume auf der Ostseite entwickeln sich nicht wie versprochen. Aber: Ein Garten lebt, verändert sich, und ich experimentiere weiter.

Sissinghurst Garden

Sissinghurst Garden

Sissinghurst Garden – Ein englisches Gartenparadies

Ein Besuch auf meiner Gartenreise 2025 nach England

Auf meiner Gartenreise 2025 nach England (Link) durfte ein Ziel natürlich nicht fehlen: Sissinghurst Castle Garden in Kent. Über diesen Garten hatte ich schon so viel gelesen – besonders über den berühmten Weißen Garten.

Als wir auf dem weitläufigen Gelände ankamen, wirkte das Eingangsgebäude zunächst recht unscheinbar. Doch sobald man durch den ersten Torbogen tritt, verschlägt es einem regelrecht den Atem. Genau dieser Moment, in dem sich die Gartenräume öffnen, ist pure Magie – der Inbegriff englischer Gartenkunst.

Die Geschichte des Gartens

Die Ursprünge von Sissinghurst Castle reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als ein elisabethanisches Herrenhaus auf dem Gelände errichtet wurde. Das Anwesen wechselte über die Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und diente im 18. Jahrhundert sogar als Gefängnis für französische Kriegsgefangene.

Seine wahre Blütezeit begann jedoch erst im 20. Jahrhundert, als der Garten durch zwei außergewöhnliche Menschen verwandelt wurde.

Die Gründer: Vita Sackville-West & Harold Nicolson

Das Schriftstellerpaar Vita Sackville-West und Harold Nicolson kaufte Sissinghurst Castle in den 1930er Jahren und verwandelte das Anwesen in einen der berühmtesten Gärten Englands.

  • Vita war eine leidenschaftliche Pflanzensammlerin und kreative Seele. Sie entwarf die Gartenräume, wählte Pflanzen aus und prägte die atmosphärischen Farben und Stimmungen.

  • Harold hingegen war der Architekt der Struktur: Er plante Wege, Achsen und klare Linien – das formale Gerüst, in dem Vitas Pflanzungen erstrahlen konnten.

Ihre Zusammenarbeit gilt heute als wegweisend für die englische Gartengestaltung.

Besonderheiten von Sissinghurst Garden

Sissinghurst ist in verschiedenste Gartenräume aufgegliedert, die jeweils ein eigenes Farb- oder Pflanzthema besitzen. Genau diese Kombination aus klarer Struktur und üppiger Bepflanzung macht Sissinghurst so unverwechselbar.

Der berühmte Weiße Garten

Der wohl bekannteste Gartenraum – und das zu Recht.
Hier gedeihen ausschließlich

  • weiße Blüten,

  • silberlaubige Pflanzen,

  • elegante Strukturen.

Ein Ort von unglaublicher Ruhe und Harmonie.

Weitere Highlights

  • Rosengarten – ein romantisches Farbenmeer.

  • Cottage Garden – bunt, blühend, typisch englisch.

  • Gelb-orange Gartenräume, rosa-lila Beete und Bereiche mit reinen Gehölzpflanzungen.

  • Sichtachsen, Hecken, Mauern – perfekte Raumgestaltung auf engstem Raum.

  • Historische und seltene Pflanzen, die Vita akribisch sammelte.

Der Turm

Besonders beeindruckend ist der elisabethanische Turm, der Vita als Arbeitszimmer diente. Von hier aus genießt man einen traumhaften Blick über das gesamte Anwesen.

Mein persönlicher Favorit wäre jedoch Harolds Arbeits-Pavillon gewesen – ein kleines Refugium mit Blick über die Landschaft. Genau diesen Ort zum Schreiben hätte ich auch gern.

Hygge-Faktor

Für mich: 5 von 5!

Sissinghurst verkörpert genau das, was ich mir unter einem harmonischen Garten vorstelle:

  • klare Raumstrukturen

  • einheitliche, beruhigende Farben

  • historische Gebäude, die den Garten einrahmen

  • eine offene, weite Landschaft

Es ist der perfekte Ort zum Durchatmen, Staunen und Inspirierenlassen.

Wo liegt Sissinghurst Garden?

Sissinghurst Garden befindet sich im Südosten Englands in der Grafschaft Kent, idyllisch zwischen den Orten Cranbrook und Sissinghurst.

Adresse:
Sissinghurst Castle Garden,
Biddenden Road, near Cranbrook,
Kent, TN17 2AB, Vereinigtes Königreich
Zur Webseite

Die Anlage gehört heute zum National Trust und ist eines der beliebtesten Gartenziele Englands.

Fazit

Sissinghurst Garden ist für mich ein lebendiges Beispiel englischer Gartenkunst.
Ein Ort voller Geschichte, Schönheit und liebevoll gestalteter Details.

Vita Sackville-West und Harold Nicolson haben hier ein Gartenkunstwerk geschaffen, das bis heute berührt und inspiriert. Ich habe unglaublich viele Anregungen mitgenommen – auch wenn mein eigener Garten weder in Größe noch in Schönheit mithalten kann.

Aber die wichtigste Idee habe ich verinnerlicht:

Ruhe in einen Garten zu bringen und Räume bewusst zu gestalten.

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Norwegens Garteninsel

Norwegens Garteninsel

Ein Besuch auf Flor og Fjare – Norwegens Garteninsel im Fjord

Mein etwas verregnetes, aber unvergessliches Erlebnis in Stavanger

Im Sommer 2016 hatte ich die Gelegenheit, eine Kreuzfahrt entlang der norwegischen Küste zu machen. Mein letztes Ziel vor der Heimreise war die charmante Stadt Stavanger. Schon lange bevor die Reise begann, hatte ich einen Bericht über eine ganz besondere Garteninsel gesehen – Flor og Fjare. Als ich entdeckte, dass dorthin ein Ausflug angeboten wurde, war meine Entscheidung schnell gefallen: Das musste ich sehen!

Anreise mit Regen und Regenschirm

Das norwegische Sommerwetter zeigte sich während meiner Reise von seiner rauen Seite – Regen, Wind und Nebel waren ständige Begleiter. Auch am Tag des geplanten Ausflugs war keine Wetterbesserung in Sicht.
Trotzdem stiegen wir voller Vorfreude ins Boot. Immerhin war es beim Ablegen trocken – und in Norwegen weiß man, dass sich das Wetter alle paar Minuten ändern kann.

Kaum auf der Insel angekommen, fing es natürlich wieder an zu regnen. Aber die Norweger sind auf alles vorbereitet: Jeder bekam einen Regenschirm in die Hand, und die Führung konnte beginnen.

Ein Garten, der jedes Jahr neu entsteht

In Gewächshäusern nahe Stavanger werden jährlich rund 50.000 einjährige Pflanzen herangezogen. Ab Mai werden sie per Schiff auf die Insel gebracht und dort neu arrangiert.
Auf meine Frage, warum keine Stauden verwendet werden, bekam ich eine erstaunlich logische Antwort:

„Nur mit Einjährigen können wir die Farb- und Musterspiele jedes Jahr neu gestalten. Stauden würden das Gesamtbild zu unkontrolliert verändern.“

Das leuchtete mir sofort ein – und zeigt, wie präzise geplant und dennoch kreativ dieser Garten ist.

Farbenpracht trotz grauer Wolken

Obwohl das Wetter an diesem Tag alles andere als freundlich war, blieb die Stimmung heiter. Zwischen Palmen, Begonien, Petunien und Tropenpflanzen fühlte man sich wie in einer anderen Welt.
Selbst im Regen strahlten die Farben – und vielleicht war es genau dieses raue norwegische Licht, das den Garten so besonders wirken ließ.

Ich war schlicht begeistert und hoffe, eines Tages bei Sonnenschein zurückzukehren, um Flor og Fjare noch einmal in seiner ganzen Pracht zu erleben – und natürlich, um noch mehr Fotos zu machen.

Fazit

Trotz Regen war der Besuch auf Flor og Fjare eines meiner schönsten Gartenerlebnisse überhaupt.
Eine Insel, die zeigt, was möglich ist, wenn Leidenschaft, Präzision und Liebe zur Natur aufeinandertreffen.

👉 Wer mehr erfahren möchte:
Flor og Fjare – Offizielle Website

Floriade in Almere

Floriade in Almere

Mein Besuch der Floriade 2022 in Almere

Ein persönlicher Erfahrungsbericht zur internationalen Gartenschau in den Niederlanden

2022 waren wir das letzte Mal mit dem Wohnmobil in den Niederlanden unterwegs. Auf dieser Reise hatte ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt: einen Besuch der Floriade in Almere, der nur alle zehn Jahre stattfindenden Welt-Gartenbauausstellung. Die Anlage umfasst beeindruckende 60 Hektar, weshalb wir uns gleich Tickets für zwei Tage gönnten.

Anreise & Organisation – Licht und Schatten

Die Anreise war leider etwas umständlich. Vom Campingplatz aus gab es keine öffentliche Verbindung, also mussten wir mit dem Wohnmobil zum offiziellen Besucherparkplatz fahren. Die Parkgebühren waren nicht ohne:

  • 14,50 Euro, wenn man über die richtige Webseite buchte

  • 19,50 Euro, wenn man vor Ort zahlte

Immerhin funktionierte der Shuttlebus reibungslos. In rund zehn Minuten brachte er uns ohne Wartezeit zum südlichen Eingang.

Auch beim Ticketpreis musste man schlucken:

  • 29 Euro pro Tag, keine Ermäßigung, nicht einmal für Menschen mit Behinderung

  • Ein Zwei-Tagesticket für 50 Euro gab es nur vor Ort, nicht online – etwas ärgerlich

Dafür war eine Fahrt mit der Seilbahn im Eintritt enthalten. Sie führte direkt nach Utopia Island, wo unser Rundgang begann. Die Wegeführung war allerdings stellenweise so verwirrend, dass wir oft kreuz und quer laufen mussten, um die verschiedenen Bereiche zu erreichen.

Urban District – Länder, Ideen & Innovation

Besonders beeindruckt haben mich die Pavillons im Urban District. Hier zeigten verschiedene Länder:

  • innovative Baustoffe

  • ungewöhnliche Gartenbauideen

  • traditionelle Anbaumethoden

  • nachhaltige Konzepte

Der deutsche Pavillon gefiel mir besonders gut: spannende Themen, eine ansprechende Architektur und ein wirklich schönes Restaurant.

Der japanische Pavillon bot dagegen die elegantesten Blumenarrangements und die liebevollste Gartengestaltung. Der chinesische Garten überraschte uns mit einer großzügigen Bambuslandschaft.

Über Geschmack lässt sich natürlich streiten – aber gerade das machte es spannend.

Green Island – Gärten, Kunst & Natur

Am zweiten Tag ging es wieder mit Bus und Gondel ins Gelände. Diesmal erkundeten wir Green Island:

  • Gartenanlagen von Gartenbaufirmen

  • Kunstwerke aus recycelten Materialien

  • ein kleiner Wald

  • viele Flächen rund um das Thema „Nachhaltigkeit“

Allerdings waren die Wege abseits der Hauptstraßen nicht ideal. Regenrinnen und lose Platten machten das Gehen schwierig – für Menschen mit eingeschränkter Mobilität definitiv ein Problem.

Nachhaltigkeit spielte überall eine Rolle:
Pflanzen für trockene Standorte, Wildpflanzenkonzepte und recycelte Baustoffe waren omnipräsent.

Was es sonst noch gab – und was fehlte

Natürlich bot die Floriade vieles, was man von Gartenschauen kennt:
Souvenirshops, Gastronomie, Shows, Konzerte und viele engagierte Gärtnerinnen und Gärtner.

Was mir weniger gefiel:
Viele Gärten waren nicht fertiggestellt, teils wurde gerade noch Rollrasen verlegt, und manche Beete wurden noch kurz vor Publikum neugestaltet. Insgesamt waren die Farbspiele und dicht bepflanzten Ländergärten eher rar – für eine so große Gartenschau eher ungewöhnlich.

Mein Fazit – würde ich die Floriade empfehlen?

Ich bin ehrlich gesagt unentschlossen.

Für einen Abstecher, wenn man ohnehin in der Nähe ist, lohnt sich der Besuch durchaus.
Die Ideen, Gespräche und neuen Konzepte waren inspirierend und spannend – und ich habe tolle Gespräche mit niederländischen Gärtnerinnen und Gärtnern geführt.

Für eine weite Anreise hätte ich die Floriade allerdings nicht empfohlen:
zu hohe Kosten, organisatorische Schwächen und teils unfertige Anlagen.

Für mich persönlich war es dennoch interessant – gerade, weil ich seit Jahren Gartenschauen besuche und die internationalen Impulse spannend finde.