Im August, wenn die Luft flirrt, Gärten trocken werden und Flüsse ihre Kiesbänke zeigen, sprechen wir von den Hundstagen. Der alte Begriff klingt gemütlich, doch er verbindet Himmelsbeobachtung, Sommerhitze und eine Gegenwart, in der Dürre und Wasserknappheit immer spürbarer werden.
Der Ursprung der Hundstage
Die Hundstage bezeichnen traditionell die Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August. Ihren Namen verdanken sie Sirius, dem hellsten Stern am Nachthimmel, der zum Sternbild Großer Hund gehört. In der Antike fiel sein erstes sichtbares Erscheinen am Morgenhimmel in die Wochen der größten Sommerhitze.
Im alten Ägypten kündigte Sirius die Nilschwemme an – und damit neues Wasser und Fruchtbarkeit. Griechen und Römer übernahmen diese Vorstellung. Aus den lateinischen dies caniculares, den „Tagen des Hundes“, wurde der Name für den heißen Hochsommer.
Hitze, Dürre und niedrige Flüsse
Heute passen die Hundstage astronomisch nicht mehr ganz zu ihrem Ursprung, doch die Erfahrung bleibt: Ende Juli und im August staut sich die Wärme. Durch den Klimawandel werden Hitzeperioden häufiger, länger und intensiver. Böden trocknen schneller aus, Pflanzen geraten unter Stress, und jeder ausbleibende Regen fällt stärker ins Gewicht.
Besonders sichtbar wird das an den Flüssen. Wenn wenig Niederschlag fällt und hohe Temperaturen viel Wasser verdunsten lassen, sinken die Pegel. Kiesbänke treten hervor, Nebenarme fallen trocken, das Wasser erwärmt sich und enthält weniger Sauerstoff. Niedrigwasser wird so zum Zeichen dafür, wie eng Hitze, Dürre und Wassermangel zusammenhängen.
Mein Tipp zum Gießen
Die Hundstage erinnern uns daran, dass Wasser kostbar ist. Gerade wir Gärtnerinnen und Gärtner können im Kleinen etwas tun: am Abend oder früh am Morgen die Wassersprenger ganz klein einstellen und direkt an die Füße der Gehölze legen. Dort bleiben sie einige Minuten stehen, damit das Wasser langsam in den Boden sickern kann, statt unnötig zu verdunsten.
So kommt die Feuchtigkeit genau dort an, wo sie gebraucht wird: bei den Wurzeln. Denn Wasser ist so kostbar, dass wir auch im Garten sorgsam damit umgehen müssen!
Foto: KI generiert mit Canva
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