Über meinen Garten und mich
Über mich – Sabine van Osenbrüggen
Ich bin Sabine – Reisebloggerin auf travelhygge.de und leidenschaftliche Gärtnerin mit einem Faible für entspanntes, naturnahes Gärtnern. Mit meinem zweiten Herzensprojekt gartenhygge.de möchte ich dich mitnehmen in meinen ganz persönlichen Wohlfühlgarten, der über viele Jahre hinweg mit viel Liebe, Schweiß, Experimentierfreude – und ja, auch Rückschlägen – entstanden ist.
2016 begann mein Gartenabenteuer mit einem alten Haus und einem verwilderten Grundstück, auf dem riesige Koniferen und vernachlässigte Beete auf einen Neuanfang warteten. Seither hat sich viel getan: Gehölze sind umgezogen, Stauden haben Wurzeln geschlagen, ein Präriebeet wurde angelegt, Hochbeete bepflanzt und unzählige Blumenzwiebeln vergraben. Und dabei ist eines klar geworden: Ein Garten ist nie fertig – und genau das macht ihn so lebendig.
Ich gärtnere mit einem Blick auf das, was Pflanzen brauchen – aber auch mit einer großen Portion Ästhetik und Sinn für Farben, Formen und Strukturen. Dabei ist mir wichtig, dass mein Garten nicht nur mir Freude macht, sondern auch Vögeln, Insekten und anderen Gartenbewohnern ein Zuhause bietet. Deshalb wurde mein Garten 2021 als „naturnah“ zertifiziert – und ich bin ein kleines bisschen stolz darauf.
Mit gartenhygge.de möchte ich meine Erfahrungen teilen – ehrlich, bodenständig und mit viel Begeisterung. Ich erzähle dir von Erfolgen und Missgeschicken, gebe Tipps für standortgerechte Pflanzung, Gestaltungsideen, Pflanzkombinationen, Hochbeet-Experimente und zeige dir, wie sich auch mit kleinen Schritten ein echtes Gartenhygge-Gefühl entwickeln lässt.
Begleite mich auf dieser Reise durch die Jahreszeiten – zwischen Pfingstrosen und Präriegräsern, zwischen Gartentagebuch und Gartenglück.
Sabine van Osenbrüggen
Bloggerin, Gärtnerin aus Leidenschaft,
Buchautorin und Hobbyfotografin
Elfenblumen
Rosen
Storchschnäbel
Über meinen Garten – Ein Ort zum Durchatmen
Mein Garten ist mein Rückzugsort, mein Labor, meine Bühne – und manchmal auch mein persönliches Abenteuer. Seit 2016 gestalte ich diesen Ort mit Herz, Hingabe und einer großen Portion Geduld – immer im Einklang mit der Natur und mit dem Ziel, einen Lebensraum für Mensch und Tier zu schaffen.
Was als verwildertes Grundstück mit Koniferen und ein paar überwucherten Beeten begann, hat sich Stück für Stück verwandelt: In einen Ort des Wachstums, des Wandels und des Ausprobierens. Ein Garten voller Stauden, Gehölze, duftender Rosen, summender Insekten, wogender Gräser und stiller Ecken zum Verweilen.
Ich plane, pflanze, beobachte – und manchmal verwerfe ich auch wieder. Denn mein Garten folgt keinem starren Plan, sondern wächst mit den Jahren, dem Klima und den Erfahrungen. Es gibt ein Präriebeet für die Sonne, Kräuter gegen Mücken, Hochbeete zum Naschen (und Experimentieren), Hecken für die Vögel – und immer wieder kleine Veränderungen, die neue Impulse bringen.
Dabei ist mein Garten nicht perfekt – und das soll er auch gar nicht sein. Er darf wild sein, eigenwillig, lebendig. Er soll atmen, duften, blühen – und dabei Raum zum Entspannen schenken. Eben ein echter Hygge-Garten, in dem sich der Alltag kurz vergessen lässt.
Wenn du dich nach einem Garten sehnst, der dich nicht stresst, sondern entschleunigt – dann bist du hier genau richtig.
Willkommen in meinem Garten!
Die Geschichte meines Garten(t)raumes
Mit dem Kauf eines alten Hauses beginnt auch mein Gartenabenteuer. Die Koniferenlandschaft der 70er weicht einer neuen Vision: naturnah, pflegeleicht, vielfältig. Nach dem ersten großen Rückschnitt beginnt der Umbau.
2025 - Ein Garten im Wandel
Nach einer Gartenreise nach England kehrte ich mit vielen neuen Ideen zurück. Besonders das Präriebeet sollte eine neue Struktur bekommen – weniger Zufall, mehr Gestaltung. Dieses Jahr steht im Zeichen der Planung, des Beobachtens und des Neu-Denkens. Der Garten darf atmen, sich erholen und weiterwachsen. Denn wie ich inzwischen weiß:
Ein Garten ist niemals fertig – und genau das ist das Schönste daran.
2024 - Gehölze für die Zukunft
Das Klima verändert sich – also muss der Garten mitwachsen. Neue, hitzetolerante Gehölze zogen ein: eine weidenblättrige Birne, ein Amberbaum, der „Sieben Söhne des Himmels“ und Mönchspfeffer. Sie spenden Schatten und trotzen der Trockenheit. Erdbeeren wuchsen nun in den Hochbeeten, und überzählige Gräser machten Platz für Neues. Der Garten wurde ruhiger, strukturierter, klimafester. Ich spürte, dass es nicht darum geht, immer mehr zu pflanzen – sondern das Richtige.
2023 – Struktur, Rosen & neue Ideen
Das Jahr der Korrekturen. Manche Gräser und Stauden, vor allem die Witwenblumen, hatten sich zu sehr ausgebreitet. Ich reduzierte, verschenkte, setzte neu. Ein Eisenholzbaum kam dazu – robust, schön und standhaft. Der Sommer war heiß, aber die Rosen blühten umso prächtiger. Zum zweiten Mal öffnete ich meinen Garten, diesmal mit einer kleinen Ausstellung und Fachfrauen als Gäste. Es war ein wunderbarer Austausch. Die Hochbeete verwandelten sich in bunte Blumenbeete – weniger Arbeit, mehr Freude. Ein Garten entwickelt sich – und mit ihm auch die Gärtnerin.
2022 - Hochbeete und offene Gartentür
Die Hochbeete wurden endlich bepflanzt: mit Kohlrabi, Erbsen, Bohnen, Kräutern und Stielmus – einer Kindheitserinnerung. Die Ernte war ordentlich, aber das Wasser knapp. Im Sommer öffnete ich erstmals meine Gartentür für Besucherinnen und Besucher – im Rahmen des „Tags der offenen Gartentür“. Viele Menschen kamen, fragten, staunten, tauschten Ideen. Das Feedback war überwältigend. Gleichzeitig zeigte sich: Nicht jede Pflanze verträgt Hitze und Sonne. Einige Schneebälle mussten gehen, andere Stauden fanden ein neues Zuhause. So ist das im Garten – ein ständiger Kreislauf.
2021 - Die Hecken und die Auszeichnung
Das Jahr stand im Zeichen der Natur. Mein Garten wurde offiziell als „Naturnaher Garten“ zertifiziert – ein wunderbares Kompliment für all die Arbeit der letzten Jahre. Ich pflanzte eine gemischte Hecke mit Liguster, Schneebällen, Sommerflieder, Säulenobst und Winter-Heckenkirsche. So entstand nicht nur Sichtschutz, sondern auch Lebensraum für Vögel und Insekten. Es war ein kühles, feuchtes Jahr, in dem Gräser hochschossen, manche Pflanzen umkippten und Schnecken Überhand nahmen. Doch die Tierwelt dankte es: Ein Igel zog ein, und die Vögel fanden reichlich Nahrung. Der Garten bekam mehr Struktur – und mehr Leben.
2020 - Der Vorgarten
Nach all den großen Projekten war nun der Vorgarten an der Reihe. Kurz vor dem ersten Corona-Lockdown wählte ich in der Baumschule Gehölze aus, die nicht nur schön, sondern auch nützlich für Insekten und Vögel sind: Felsenbirne, Duftschneeball, Holunder, Korkspindel, Ölweide, Liguster. Dazu kamen viele Storchschnäbel als Bodendecker. Endlich war der Eingangsbereich so gestaltet, wie ich ihn mir vorgestellt hatte – freundlich, lebendig und pflegeleicht. Trotz Pandemie blühte der Garten auf, und ich hatte das Gefühl: Jetzt ist er fast „fertig“. Natürlich nur fast.
2019 - Das Präriebeet
Ein großes Herzensprojekt: das Präriebeet. Wochenlang las ich, plante, zeichnete und träumte – und schließlich wurde es Realität. Über 300 Stauden und Gräser pflanzte ich mit Hilfe von Freunden. Es war mühsam, denn der Split musste immer wieder zur Seite geschoben werden, aber das Ergebnis war wunderschön. Schon im ersten Jahr zeigte das Beet seine ganze Blütenpracht. Mein VegTrug-Hochbeet zog ebenfalls ein – ein lang gehegter Wunschtraum. Erste Gemüseversuche verliefen gemischt, aber die Freude am Experimentieren war geweckt. Dazu kamen neue Pfingstrosen – weiße und gelbe, beide prächtige Hingucker. Ein Jahr voller Schweiß, Erde und Glück.
2018 - Planung und erste Gartenräume
Nach dem erfolgreichen Anwachsen begann die eigentliche Gestaltung. Die Terrasse wurde neu geplant und auf Wohnzimmmerniveau angehoben – barrierefrei und mit Muschelkalk eingefasst. Alte Steine aus dem früheren Garten fanden im neuen Weg wieder Verwendung. Ein Rosenbogen mit Tür schuf eine Sichtachse, kleine Mauern sorgten für Struktur. Zwei Beete an der Terrasse wurden zu Kräuterbeeten umgestaltet – mit Pflanzen, die Mücken vertreiben sollen. Der Sommer war extrem trocken, und ich entwickelte mein eigenes Bewässerungssystem: Der Garten wurde in vier Abschnitte geteilt, jeder Abend gehörte einem davon. So lernte ich meine Pflanzen noch besser kennen – und sie lernten, mit wenig Wasser auszukommen.
2017 – Der große Umzug
Im Frühjahr startet der gewaltige Pflanzumzug: Mit Hilfe unseres Garten- und Landschaftsbauers Alessandro Alfano ziehen 25 Gehölze aus meinem alten Garten um – Felsenbirnen, Zaubernuss, Kornelkirsche, Hortensien und mehr.
Im Herbst folgen über 350 Stauden, darunter unzählige Elfenblumen und Rosen. Fast alle Pflanzen überstehen den Umzug, der Boden ist fruchtbar, die Pflanzen gedeihen.
In dieser Zeit entstehen die ersten neuen Beete, farblich durchdacht und harmonisch aufeinander abgestimmt. Weiß blühende Pflanzen im Schatten, kräftige Rosatöne und Geranium-Arten in sonnigeren Bereichen.
Die Planung wird zum kreativen Prozess: Ideen entstehen am Schreibtisch – und verändern sich draußen, sobald man die Erde unter den Fingern spürt.
2016 – Der Anfang
Wir hatten im Jahr 2016 die Chance bekommen, ein altes Haus mit einem relativ großen Grundstück zu kaufen. Mein Gärtnerherz hat natürlich sofort „Ja“ gerufen und nach 5 Tage Bedenkzeit haben wir uns in das Abenteuer gestützt und haben das Haus gekauft. Die Dinge, die alle bei der Renovierung passiert sind, möchte ich hier lieber unerwähnt lassen, sonst kauf niemand mehr ein gebrauchtes Haus. Aber so ist es halt, man weiß nie, was hinter der nächsten Wand so alles an Überraschungen lauert.
Jetzt aber zum Garten: Die Anlage des Gartens stammte aus den 70 bis 80ziger Jahren und bestand zum größten Teil aus riesigen Koniferen. Ein bisschen Wiese und ein paar Staudenbeete, alle mit Unkraut überwuchert. Nun wollte ich möglichst viel erhalten und nur einige meiner Pflanzen aus meinem bisherigen Garten umziehen. Aber wie beim Haus, kam es auch beim Garten ganz anders. Unser Garten und Landschaftsbauer (GaLaB) Alessandro Alfano in Möhrendorf hat mit mir den Garten inspiziert und meinte nur, dass alle Koniferen „ausgewachsen“ sind, d. h. sie waren innen total hohl bzw. braun, damit konnte man sie auch nicht mehr in Form schneiden. Die Buchsbäume waren alle befallen und ebenfalls braun, einzige Ausnahme bildeten die zwei Eiben, die einen Rückschnitt nicht übelnehmen würden. Zeitgleich wollten die Nachmieter in unserem bisherigen Haus nichts von unseren Pflanzen haben, damit war meine Entscheidung recht schnell getroffen, die alten Koniferen raus und meinen ganzen Pflanzen umziehen.
Nach der Fällaktion sah der Garten natürlich schrecklich aus, die Eiben waren nur noch ein Gerippe ohne grün. Ich atmete tief durch und sagte mir, das wird schon und es wurde.
Mein Präriebeet
und Besucher
Planzenbestand in meinem Garten
Gehölze, Sträucher & Bäume
- Acer campestre – Feldahorn
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Amelanchier laevis – Kahle Felsenbirne
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Amelanchier lamarckii – Kuperfelsenbirne
- Amelanchier ovalis – Gemeine Felsenbirne
- Buddleja ‚Flower Show‘ – Sommerflieder
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Cornus mas – Kornelkirsche
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Cotinus coggygria ‘Royal Purple’ – Roter Perückenstrauch
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Elaeagnus angustifolia – Schmalblättrige Ölweide
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Euonymus alatus ‘Compactus’ – Korkspindelstrauch
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Euonymus fortunei – Kriechspindel
- Forsythia – Forsythie
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Heptacodium miconioides – Sieben Söhne des Himmels
- Hydrangea pan. ‚Limelight‘ – Rispenhortensien
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Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’ – Liguster
- Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘ – Goldliguster
- Liquidambar styraciflua – Amberbaum
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Lonicera purpusii – Winter-Heckenkirsche
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Paeonia lactiflora ‘Jan van Leeuwen’ – Staudenpfingstrose, weiß
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Paeonia x itoh ‘Bartzella’ – Intersektionelle Pfingstrose, gelb
- Parrotia persica ‚Felicie‘ – Eisenholzbaum
- Prunus cerasifera ‚Nigra‘ – Blutpflaume
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Pyrus salicifolia – Weidenblättige Birne
- Rhododendron – Altbestand
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Sambucus nigra ‘Black Lace’ – Schwarzer Holunder
- Taxus baccata – Eiben, Altbestand
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Viburnum bodnantense ‘Dawn’ – Duft-Schneeball
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Viburnum burkwoodii ‚Mohawk‘ – Schneeball
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Vitex agnus-castus – Mönchspfeffer
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Weigela florida – Weigelie
Stauden, Blühpflanzen & Bodendecker
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Coreopsis lanceolata – Mädchenauge
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Epimedium sulphureum – Elfenblume
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Geranium (diverse Arten) – Storchschnabel
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Hydrangea paniculata ‘Little Limelight’ – Rispenhortensie
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Paeonia lactiflora – Pfingstrose
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Paeonia x itoh – Intersektionelle Pfingstrose
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Verschiedene Stauden aus dem Präriebeet – Gräser und Blütenstauden (nicht alle namentlich genannt)
Rosen
- Lady of Shalott – Austin
- Ghislaine de Felingonde – Austin
- Thomas Graham – Austin
- White Flight – Schultheis
- Crown Princess Margareta – Austin
- Bonanza – Kordes
- Golden Showers – Lammerts
- Aspirin – Tantau
- Wild Rose – Altbestand
- Malvern Hill – Austin
- Alaska – Kordes
- Aloha – Kordes
- Golden Gate – Kordes
Gräser & Präriepflanzen
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Diverse Gräser, wie Miscanthus, Panicum, Pennisetum
- Präriestauden, wie Gaillardia, Geum, Gaura, Helenium, Rudbeckia
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Frühblüher Zwiebeln, wie Wildtulpen, Elfenkrokusse und Allium
Zwiebelpflanzen & Frühblüher
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Narzissen (Narcissus, Narcissus poeticus)
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Krokusse (Crocus)
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Elfenkrokusse (Crocus tommasinianus)
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Winterlinge (Eranthis hyemalis)
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Ranunkeln (Ranunculus asiaticus)
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Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
- Tulpen (Tulipa, Tulipa clusiana)
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Wildtulpen (Tulipa tarda u. a.)
Obst und Gemüse
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Cydonia – Quitte
- Pyrus Combata ‚Obelisk‘ – Säulenbirne
- Malus ‚Sonata‘ – Säulenapfel
- Malus ‚Goldcats‘ – Säulenapfel
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Vaccinium corymbosum – Heidelbeere
- Fragaria x ananassa – Erdbeeren
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Diverse Kräuter – Rosmarin, Salbei, Majoran, Oregano, Schnittlauch, Petersilie …
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Gemüse, je nach Jahr – Hokkaido-Kürbis, Zucchini, Bohnen, Kohlrabi …