Permakalender

Permakalender

Die Entstehung des Permakalenders – Ein Herzensprojekt in besonderen Zeiten

Eine Idee, die in der Corona-Zeit wuchs

Zusammen mit Jasmin Köchl und Kathi Pflug habe ich den Permakalender entwickelt, geschrieben, gestaltet und fotografiert. Die Idee entstand 2020, mitten in der Corona-Zeit – einer Phase, die wir mit diesem kreativen Projekt ein Stück lebendiger und sinnvoller gestalten wollten.

Unsere Vision: ein Kalender, der nicht nur Tage zeigt, sondern den Rhythmus der Natur erlebbar macht.

Von sieben auf zehn Jahreszeiten – inspiriert von Karl Foerster

Bereits Karl Foerster hatte Anfang des 20. Jahrhunderts beobachtet, dass wir nicht nur vier, sondern sieben Jahreszeiten haben.
Die moderne Phänologie geht heute sogar von zehn aus – vom Vorfrühling bis zum Winter. Diese Einteilung orientiert sich an sogenannten Zeigerpflanzen: Pflanzen, deren Blüte, Frucht oder Blattfall den Beginn einer Jahreszeit anzeigen.

Diese Beobachtungen helfen nicht nur Gärtnerinnen und Landwirten, Aussaat- und Pflegezeitpunkte besser zu planen. Sie geben auch Aufschluss darüber, wie sich das Klima verändert.

Ich sehe es in meinem eigenen Garten:
Die Felsenbirne blüht heute nur noch eine Woche statt wie früher vier – und ihre Früchte reifen im Juli statt im August. Der Kalender sollte genau dieses Bewusstsein schaffen – ein Werkzeug, um Naturveränderungen bewusst wahrzunehmen.

Ein Kalender, der bleibt

Der Permakalender war kein gewöhnlicher Jahreskalender, sondern ein „permanenter“ Kalender, ohne Wochentage, der über mehrere Jahre genutzt werden konnte. Er verband Wissen, Beobachtung und Gestaltung – mit Texten, Fotos und Illustrationen, die den phänologischen Jahreslauf erklärten und erlebbar machten.

  • Kathi übernahm die Fotografie,

  • Jasmin die Grafik,

  • und ich schrieb die Texte.

Gemeinsam schufen wir ein Kalenderbuch, das Menschen zum Hinschauen und Fühlen einladen sollte – ganz im Sinne von Gartenhygge.

 Von der Idee zum gedruckten Buch

Nach Fertigstellung des Entwurfs wandten wir uns an verschiedene Verlage – leider ohne Erfolg.
Doch dann kam der Wendepunkt: Kathi hatte Kontakt zum Start-up „Pfeffer & Frost“, das unsere Idee mochte und mit uns zusammenarbeiten wollte.

2021 starteten wir eine Crowdfunding-Aktion auf Startnext, um die Produktion zu finanzieren.
Diese Zeit war aufregend, lehrreich – und unglaublich arbeitsintensiv:
Fotoshootings, Videodreh (auch bei mir im Garten), Interviews …
Seitdem weiß ich: Schauspielerin werde ich keine mehr. 😉

Aber das Ergebnis war es wert: Der Permakalender ging in Druck und wurde über Pfeffer & Frost vertrieben.

Ein wertvolles Projekt – auch ohne wirtschaftlichen Erfolg

Im Januar 2022 hielt ich mein Exemplar in den Händen – ein wunderschön gestaltetes, hochwertiges Buch.
Leider blieb der wirtschaftliche Erfolg aus, und der Permakalender ist heute nicht mehr im Handel erhältlich.

Trotzdem war dieses Projekt für mich persönlich ein voller Erfolg.
Ich habe mit einem jungen, kreativen Team gearbeitet und dabei unglaublich viel gelernt – über Design, Papier, Buchproduktion, Crowdfunding und Teamarbeit.

Es war eine Zeit voller Energie, Ideen und Mut – und sie hat mir gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn man einfach anfängt.

Ausblick

Die Texte aus dem Permakalender werden nach und nach hier auf dem Blog erscheinen – als kleine Begleiter durch das Gartenjahr.
Denn auch wenn der Kalender selbst nicht mehr verkauft wird, lebt seine Idee weiter:
Bewusst gärtnern, genau hinschauen und die kleinen Veränderungen der Natur feiern.

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