Buchkritik: Sissinghurst – Portrait eines Gartens

Buchkritik: Sissinghurst – Portrait eines Gartens

Erwartungen und Enttäuschungen

Als begeisterte Gärtnerin bin ich immer auf der Suche nach inspirierenden Gartenbüchern. Besonders interessieren mich Werke, die nicht nur die Schönheit berühmter Gärten zeigen, sondern auch Einblicke in deren Gestaltung, Pflanzenwahl und Entwicklung geben. Als ich zu Sissinghurst – Portrait eines Gartens von Vita Sackville-West und ihrem Ehemann Harold Nicolson griff, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Schließlich geht es um den berühmten Garten von Sissinghurst Castle Garden – einen der bekanntesten und meistbesuchten Gärten Englands.

Leider wurden diese Erwartungen nur teilweise erfüllt.

Worum es im Buch eigentlich geht

Wer ein klassisches Gartenbuch erwartet, wird überrascht sein. Statt sich ausführlich mit der Gestaltung des Gartens, den Pflanzungen oder den gestalterischen Ideen hinter Sissinghurst zu beschäftigen, widmet sich das Buch vor allem dem Briefwechsel zwischen Vita Sackville-West und Harold Nicolson.

Im Mittelpunkt stehen ihre Beziehung, ihre Gedanken und Gefühle sowie ihr gemeinsames Leben. Für Leserinnen und Leser, die sich für die persönliche Geschichte des Paares interessieren, kann das durchaus spannend sein. Die Entstehung des Gartens bildet jedoch eher den Hintergrund dieser Erzählung.

Natürlich war es interessant zu lesen, wie es dazu kam, dass Vita und Harold das Anwesen kauften und welche Schwierigkeiten sie beim Aufbau ihres Gartens überwinden mussten. Doch diese Aspekte bleiben eher oberflächlich. Wer sich intensiver mit der gärtnerischen Seite von Sissinghurst beschäftigen möchte, wird hier nicht wirklich fündig.

Erwartungen an ein Gartenbuch

Viele von uns greifen zu Gartenbüchern mit ganz bestimmten Fragen im Kopf:

  • Welche Pflanzen wurden verwendet?

  • Wie wurde der Garten angelegt?

  • Welche gestalterischen Prinzipien stehen dahinter?

  • Und welche Ideen lassen sich vielleicht für den eigenen Garten übernehmen?

Gerade bei einem Garten wie Sissinghurst würde man sich Einblicke in die berühmten Gartenräume, Pflanzkombinationen oder die gärtnerische Philosophie wünschen. Doch genau diese Informationen bleiben im Buch weitgehend aus. Botanische Details, Pflanzlisten oder praktische Hinweise zur Gartenpflege sucht man leider vergeblich.

Ich hätte mir gewünscht, tiefer in die Welt dieses besonderen Gartens einzutauchen – nicht nur in das Leben seiner berühmten Besitzer.

Fazit: Keine Empfehlung für leidenschaftliche Gärtnerinnen

Wer sich für englische Literatur, Kulturgeschichte oder die Beziehung zwischen Vita Sackville-West und Harold Nicolson interessiert, könnte an diesem Buch durchaus Gefallen finden.

Für leidenschaftliche Gärtnerinnen jedoch, die sich Inspiration, Fachwissen oder konkrete Einblicke in die Gestaltung des Gartens von Sissinghurst erhoffen, ist dieses Buch eher enttäuschend.

Wer mehr über Pflanzen, Gartenräume und Gestaltungsideen erfahren möchte, greift besser zu anderen Gartenbüchern – einige davon stelle ich hier auf meinem Blog ebenfalls vor.

Sissinghurst: Portrait eines Gartens

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Gabriella Pape und Isabelle van Groningen

Gabriella Pape und Isabelle van Groningen

Zwei Pionierinnen der Gartenkunst

Wie zwei Frauen die Landschaftsarchitektur und Gartengestaltung in Deutschland prägten

Gabriella Pape und Isabelle van Groningen sind für mich zwei der inspirierendsten Gartenkünstlerinnen Deutschlands. 2012 habe ich bei ihnen ein Gartenseminar besucht – damals zur Planung meines damaligen Gartens – und obwohl ich mein Leben lang gärtnere, habe ich dort so viel gelernt wie selten zuvor.

In diesem Beitrag möchte ich euch die beiden Frauen vorstellen, die meinen eigenen Weg im Garten so stark beeinflusst haben. Außerdem zeige ich euch einige ihrer Bücher, die in meiner Gartenbibliothek stehen (oder bald stehen sollen).

Gabriella Pape – Die Visionärin für moderne Gartenräume

Gabriella Pape ist eine renommierte Landschaftsarchitektin, Gartendesignerin und Autorin.
Nach ihrem Studium in England – unter anderem an den berühmten Royal Botanic Gardens in Kew – entwickelte sie einen Gestaltungsstil, der englische Gartenromantik mit moderner Klarheit verbindet.

Ihre besondere Stärke:
Sie schafft Gärten, die ästhetisch anspruchsvoll und gleichzeitig ökologisch wertvoll sind.

Was Gabriella Pape besonders macht

  • klare Strukturen, kombiniert mit weichen Staudenbildern

  • nachhaltige, naturnahe Konzepte

  • ein tiefes Verständnis für Pflanzenpsychologie (wie Pflanzen wirklich leben wollen!)

  • humorvolle, pragmatische Gartentipps

  • eine mitreißende Art, Wissen zu vermitteln

Besonders bekannt wurde sie als Gründerin der Königlichen Gartenakademie in Berlin – einer einzigartigen Mischung aus Gärtnerei, Campus und Gartenkompetenzzentrum.

Isabelle van Groningen – Die Meisterin der Pflanzenkomposition

Isabelle van Groningen ist eine echte Pflanzenpoetin.
Sie studierte – ebenso wie Gabriella – in Kew Gardens in England und ist bekannt für ihre lebhaften, farbigen, harmonisch abgestimmten Pflanzkombinationen.

Ihr Stil:

  • Stauden, Gräser, Zwiebelpflanzen

  • natürliche, dynamische Bewegungen

  • üppige, aber niemals überladene Beete

  • ein unglaubliches Gefühl für Farbklänge und Rhythmus

Sie liebt Pflanzen, die sich im Wind wiegen, fließende Texturen und Beete, die sich mit den Jahreszeiten verändern. Gemeinsam mit Gabriella Pape entwickelte sie unter anderem den berühmten Staudengarten der Königlichen Gartenakademie.

Gemeinsam stark: Das Duo der Königlichen Gartenakademie

Die beiden ergänzen sich perfekt:

  • Vita Sackville-West & Harold Nicolson, aber auf Berlinerisch. 😉

  • Gabriella: Struktur, Konzept, Philosophie

  • Isabelle: Pflanzenkomposition, Rhythmus, Farbe

Gemeinsam haben sie 2007 als bisher einzige Deutsche eine Silver-Gilt-Medaille der Chelsea Flower Show gewonnen – mit ihrem Senkgarten.Das war übrigens der Moment, an dem bei mir der „Chelsea-Virus“ ausbrach. 2025 war ich endlich dort – den Reisebericht findet ihr hier:

Mein Fazit

Gabriella Pape und Isabelle van Groningen haben die deutsche Gartenkultur geprägt wie kaum andere.
Ihr Wissen, ihre Ideen und ihre Bücher sind für mich seit vielen Jahren Begleiter – voller Inspiration und Bodenhaftung.

Und nicht vergessen:

„Der Garten kann warten.“ – Gabriella Pape
Ein Satz, der viel Stress aus der Gartenplanung nimmt. Besser gründlich denken als zweimal bezahlen.

Ihre Bücher in meiner Bibliothek

Hier kommen meine persönlichen Empfehlungen – alle mehrfach gelesen, benutzt, geliebt:

Schritt für Schritt zum Traumgarten

Mein Lieblingsbuch für Gartenanfänger und Umgestalter. Es erklärt sehr verständlich, wie man seinen Garten analysiert, ausmisst und plant. Mein Exemplar ist voller Notizen – und ja, ich habe damit sogar unseren Grenzstein gefunden!

Gebrauchsanweisung fürs Gärtnern

Humorvoll, ehrlich, praktisch – viele Tipps, tolle Anekdoten. Ein Buch voller „Aha-Momente“.

Gebrauchsanweisung fürs Gärtnern

Price: 15,00 €

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Meine Philosophie lebendiger Gärten

Ein tiefes, persönliches Buch über ihre Zeit in England, Designphilosophie und die Entstehung des Chelsea-Schaugartens.

Meine Philosophie lebendiger Gärten (insel taschenbuch)

Price: 2,79 €

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Alles, was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten

Die überarbeitete Version des vergriffenen Klassikers Warum blüht mein Flieder nicht?
Fragen aus der Praxis – genial beantwortet.

Alles, was Sie schon immer übers Gärtnern wissen wollten (Taschenbücher)

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Bücher, die auf meiner Wunschliste stehen

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Buchempfehlung Garten der Erinnerung

Buchempfehlung Garten der Erinnerung

Ein Garten der Erinnerung – Leben und Wirken von Karl Foerster

Ein Buch, das inspiriert, tröstet und anspornt

Wer sich – wie ich – mit Gartengestaltung, Stauden und der Liebe zur Natur beschäftigt, stößt früher oder später auf Karl Foerster. Sein Buch „Ein Garten der Erinnerung“ ist weit mehr als ein klassischer Gartenratgeber. Es ist ein tief bewegendes Werk, das den Leser in das Leben eines Mannes mitnimmt, der trotz zweier Weltkriege und schwerer Zeiten seinen Glauben an die Schönheit der Natur nie verlor.

Foerster schreibt mit einer positiven Energie, die ansteckend ist. Er erzählt, wie er seine Gärtnerei in Bornim aufbaute, seine Stauden erbarmungslos selektierte, bis nur das Beste übrigblieb – und wie er in der Natur Trost, Sinn und unerschöpfliche Inspiration fand.

Karl Foerster – Gärtner, Philosoph und Poet

Karl Foerster war weit mehr als ein Pflanzenzüchter. Er war Philosoph, Dichter und Menschenfreund, der Gärten als Orte der Inspiration, Erholung und geistigen Erneuerung verstand. In „Ein Garten der Erinnerung“ blickt er auf sein bewegtes Leben zurück, teilt botanische Erkenntnisse, persönliche Erlebnisse und Begegnungen – und lässt dabei seine unerschütterliche Liebe zur Natur spürbar werden.

Das Buch bietet zugleich einen Einblick in die Entstehung des weltberühmten Bornimer Gartens, lässt Persönlichkeiten aus seinem Umfeld lebendig werden und zeigt, wie eng für Foerster Natur, Kultur und Lebenskunst miteinander verwoben waren.

Humor als Gartengerät

Was mich an Foerster neben seinem Wissen besonders begeistert, ist sein Humor.
Er empfahl ausdrücklich:

„Humor zur Milderung des sachlichen Ernstes.“

Und er lebte danach. Zwei seiner charmantesten Antworten auf Gartenfragen:

„Was machen wir gegen Wühlmäuse?“ – „Wir schimpfen!“
„Was tun Sie gegen den Löwenzahn im Rasen?“ – „Lernt den Löwenzahn lieben!“

Diese Mischung aus Weisheit und Leichtigkeit macht ihn bis heute so sympathisch.

Es wird durchgeblüht“ – Ein Prinzip, das bleibt

Foersters bekanntestes Motto lautete:

„Es wird durchgeblüht!“

Damit brach er mit der alten Tradition, Gärten im Winter „aufzuräumen“.
Stattdessen schuf er Pflanzungen, die das ganze Jahr über lebendig bleiben: mit Gräsern, winterblühenden Sträuchern und Stauden, die auch im Verblühen noch schön sind.

Er war ein früher Verfechter von nachhaltigem Gärtnern, lange bevor dieser Begriff existierte. Schon damals schrieb er über die Bedeutung von Wäldern, Totholz und ökologischer Vielfalt – Themen, die heute aktueller sind denn je.

Lasst Euch verzaubern von dieser Lektüre, die den Garten als Ort der Erinnerung, der Hoffnung und des beständigen Wandels feiert. 

Sabine

Ein Leben für die Pflanzen

Karl Foerster wurde 96 Jahre alt. Er hinterließ uns eine Fülle an Ideen, Texten und Züchtungen – Pflanzen, die für Schönheit, Gesundheit und Ausdauer stehen. Er inspirierte Generationen von Gärtnerinnen und Gartenliebhabern, Gärten nicht nur zu gestalten, sondern zu fühlen.

Die Sieben Jahreszeiten von Isabelle van Groeningen

Die Sieben Jahreszeiten von Isabelle van Groeningen

Ein Buch, das inspiriert – und eure Pflanzenwunschliste gefährlich verlängert!

Vor diesem Gartenbuch muss ich euch warnen. Warum? Das erzähle ich euch gleich …

Mehr als vier Jahreszeiten – ein Gartenjahr in sieben Phasen

„Die Sieben Jahreszeiten“ von Isabelle van Groeningen ist für mich eines der inspirierendsten Gartenbücher der letzten Jahre.
Statt der üblichen vier Jahreszeiten teilt Isabelle das Gartenjahr in sieben fein abgestufte Phasen ein – ein Ansatz, der dem Permakalender und der phänologischen Beobachtung erstaunlich nahekommt.

Mit großer Leidenschaft beschreibt sie die Stimmung, Farben, Besonderheiten und Herausforderungen jeder dieser Gartenphasen. Sie verbindet:

  • praktische Tipps zur Pflanzenpflege,

  • botanisches Wissen,

  • und persönliche Geschichten aus ihrem eigenen Gartenleben.

Besonders schön finde ich ihre Einblicke in den kleinen Stadtgarten, den sie gemeinsam mit Gabriella Pape in Berlin bewirtschaftet – ein echtes Beispiel dafür, wie viel Gartenhygge selbst auf kleinem Raum entstehen kann.

Warum ich euch „warnen“ muss

Nun fragt ihr euch sicher: „Warum denn warnen? Es klingt doch ganz harmlos!“

Weit gefehlt! In jedem der sieben Kapitel schreibt Isabelle von traumhaften Bäumen, Sträuchern, Stauden und Frühblühern.

Natürlich bin ich sofort ins Internet – und was soll ich sagen?
👉 Meine Einkaufsliste wurde länger und länger …

Und ich verspreche euch: Eure wird es auch!

Aber im Ernst: Isabelle betont, wie wichtig Planung ist – und da hat sie vollkommen recht.

Planung statt Spontankauf – Isabelles wichtigste Botschaft

Bevor ihr euch inspirieren lasst und voller Begeisterung Pflanzen bestellt, stellt euch die entscheidenden Fragen:

  • Wie ist der Boden in meinem Garten?
    Sandig? Lehmig? Feucht? Trocken?

  • Wie sind die Lichtverhältnisse?
    Sonne, Halbschatten, Schatten – nicht jede Staude liebt jeden Standort.

  • Wie groß wird die Pflanze wirklich?
    Ein hübscher Baum im 3-Liter-Topf kann später 10 Meter breit werden.

  • Passt die Pflanze langfristig zu mir und meinen Bedürfnissen?
    Auch in Bezug auf Pflege, Wasserbedarf und Arbeitsaufwand?

Diese ehrlichen Hinweise können viel Geld, Zeit und Frust sparen. Und sie machen das Buch so wertvoll.

Mein Blick nach vorn: Neues Präriebeet 2026

In meinem eigenen Garten steht 2026 die Neugestaltung des Präriebeets an.
Von den über 400 Stauden, die ich dort ursprünglich gesetzt habe,

  • haben sich manche verabschiedet,

  • andere wiederum haben sich so breit gemacht, dass keine Luft mehr blieb.

Den kommenden Winter werde ich daher mit Planen verbringen – Stift, Papier, Bücher und Tassen Kaffee um mich herum.
Ich suche Pflanzen, die:

  • mit Sand und Sonne zurechtkommen,

  • trockenheitsverträglich sind,

  • und mir im Alter nicht zu viel Arbeit bereiten.

Bleibt dran – ihr werdet die Entwicklung hier auf dem Blog mitverfolgen können.

 

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Buchempfehlung Mein Leben für den Garten

Buchempfehlung Mein Leben für den Garten

Buchempfehlung: „Mein Leben für den Garten“

Die inspirierende Geschichte von Beth Chatto

Im heutigen Beitrag möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen:
„Mein Leben für den Garten“ von Catherine Horwood – die Biografie der legendären englischen Gartengestalterin Beth Chatto.

Beth Chatto war eine echte Self-Made-Gärtnerin. Ohne formale Ausbildung, aber mit unerschütterlicher Leidenschaft, wurde sie zu einer der bedeutendsten Gartenpersönlichkeiten Großbritanniens. Sie gewann zehn Goldmedaillen auf der Chelsea Flower Show – ein Erfolg, von dem viele nur träumen.

Eine Frau mit Weitblick

Was mich besonders fasziniert hat: Beth war ihrer Zeit weit voraus.
Sie erkannte früh, dass Gärten sich an das Klima anpassen müssen – nicht umgekehrt. Mit ihrem berühmten Kiesgarten schuf sie ein Konzept, das heute aktueller ist denn je: Gärten, die mit wenig Wasser auskommen und trotzdem voller Leben und Schönheit sind.

Ihre Idee, Pflanzen konsequent nach Standortbedingungen auszuwählen, prägt bis heute das nachhaltige Gärtnern. Trockenheitsverträgliche Stauden, strukturierende Gräser, naturnahe Pflanzungen – vieles davon, was heute selbstverständlich wirkt, geht auf Beth Chattos Arbeit zurück.

Mehr als ein Gartenbuch

Auch wenn das Buch weniger Fachwissen vermittelt, ist es für mich ein echtes Inspirationserlebnis.
Catherine Horwood erzählt Beths Lebensgeschichte mit Wärme und Respekt – von den Anfängen in einem ländlichen Garten bis hin zu einer der einflussreichsten Stimmen der Gartenwelt.

Ich habe das Buch in einem Zug gelesen – nicht wegen der Gärten, sondern wegen der Frau dahinter.
Ihre Ausdauer, ihre Kreativität und ihre Liebe zur Natur machen Mut, eigene Wege zu gehen – im Garten wie im Leben.

Mein Fazit

Wer Lust auf eine inspirierende Lebensgeschichte voller Leidenschaft, Beharrlichkeit und grüner Visionen hat, wird dieses Buch lieben. Es ist kein typisches Gartenratgeber-Buch, sondern eine Einladung, die Welt der Pflanzen mit neuen Augen zu sehen.

„Mein Leben für den Garten“

von Catherine Horwood

erschienen im Ulmer Verlag,

ISBN 978-3-8186-0826-2

👉 Zum Buch bei Amazon

Beth Chatto: Mein Leben für den Garten

Price: 30,00 €

2 used & new available from 16,47 €

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Gartenplanung mit Internet oder Buch

Gartenplanung mit Internet oder Buch

Internet oder Buch? Inspiration für die Gartenplanung

Wer heute einen Garten anlegen oder pflegen möchte, steht oft vor der Frage:
Internet oder Buch – was hilft eigentlich besser?

Das Netz ist riesig, schnell und voller aktueller Trends. Gartenbücher dagegen sind wie kleine Schatzkisten: voller fundiertem Wissen, wunderschönen Bildern und oft persönlich erzählten Erfahrungen.

Beides hat seinen Wert – aber jedes auf seine ganz eigene Weise.

Warum Gartenbücher für mich einfach dazugehören

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als mich mit einer Gartenzeitung oder einem Gartenbuch aufs Sofa zu setzen, eine Tasse Kaffee daneben, Notizbuch und Stift bereit – und dann beginnt die Gartenplanung.

Ich nenne Gartenbücher gerne „Bilderbücher für Erwachsene“. Sie entschleunigen, inspirieren, machen neugierig und sorgen dafür, dass aus einer Idee langsam ein echtes Gartenprojekt wird.

Eines meiner liebsten Werke ist das Foerster-Stauden Kompendium.
Ein 800-Seiten-Wälzer, aber ein wunderbarer:

  • Stauden und Gräser mit Fotos

  • Hinweise zu Frosthärte und Standort

  • Sterne-Bewertung zur Gartenwürdigkeit

  • botanische und deutsche Namen

  • Einblicke in Karl Foersters Leben und Gärtnerei

  • Tipps zur Beetgestaltung

Ich finde dieses Buch extrem wertvoll, weil es nicht nur „schöne Bilder“ bietet, sondern echte Orientierung. Und die botanischen Namen sorgten schon oft dafür, dass ich auch wirklich die Pflanze bekam, die ich kaufen wollte.

Das Werk erscheint inzwischen in der 10. Auflage.
Ich nutze noch die 5. von 2012 – vielleicht gönne ich mir irgendwann zum Ruhestand ein neues Exemplar.

👉 Hier bekommt ihr das Buch direkt beim Herausgeber:
https://www.foerster-stauden.de/produkt/foerster-stauden-kompendium/

Gebrauchte Exemplare gibt es zwar hin und wieder – aber meist zu Preisen, die nicht wirklich attraktiv sind.

Internet & Buch – ein perfektes Duo

Mein Tipp aus vielen Jahren Gartenplanung:
Nutzt die Stärken beider Welten.

  • Holt euch im Internet Inspiration, aktuelle Trends, schnelle Antworten.

  • Und greift für echte Planung, vertieftes Wissen und langfristige Gartenfreude immer wieder zu einem guten Gartenbuch.

So entsteht ein Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern wächst, lebt, überrascht und Bestand hat – ganz im Sinne von Karl Foerster.

Ein Foerster-Zitat zum Schluss

„Ein gutes Buch kostet nicht mehr als eine gute Mahlzeit für zwei,
hält aber länger vor und sättigt noch andere.“

Ein Satz, der gerade für Gartenmenschen immer wieder trifft.