Englische Übersetzung

Englische Übersetzung

Webseiten einfach mit Google Translate übersetzen

So kannst du gartenhygge.de auch auf Englisch lesen

Ich bekomme immer wieder Anfragen, ob ich meine Webseite nicht auch zusätzlich auf Englisch anbieten könnte. Das freut mich natürlich sehr – bedeutet aber auch einen erheblichen Mehraufwand, da jede Seite manuell übersetzt und gepflegt werden müsste.

Deshalb möchte ich dir hier eine einfache Lösung zeigen:
Du kannst jede Webseite – auch gartenhygge.de – ganz unkompliziert selbst mit Google Translate übersetzen.

Und das geht schneller, als du vielleicht denkst.

Methode 1: Über translate.google.com

  1.   Öffne translate.google.com
  2.   Klicke oben auf den Bereich „Websites“
  3.   Lasse die Ausgangssprache auf „Sprache erkennen“ oder wähle sie manuell aus 
  4.   Wähle deine gewünschte Zielsprache (z. B. Englisch)
  5.   Gib die URL der Webseite ein
  6.   Klicke auf den Pfeil-Button

Die übersetzte Version öffnet sich in einem neuen Tab.
Oben erscheint eine kleine Toolbar, mit der du jederzeit zwischen Original und Übersetzung wechseln kannst.

Methode 2: Direkt im Browser (Google Chrome)

Noch einfacher geht es im Chrome-Browser:

  1.   Öffne die gewünschte Webseite
  2.   Chrome erkennt die Sprache meist automatisch
  3.   Es erscheint ein Pop-up mit „Diese Seite übersetzen?“ 
  4.   Wähle die gewünschte Sprache und bestätige

Oben im Browser kannst du jederzeit wieder zur Originalsprache wechseln oder eine andere Sprache auswählen.
Diese Funktion funktioniert übrigens auch im Microsoft Edge Browser.

Vorteile und Grenzen

Google Translate bietet einige Vorteile:

  • ganze Webseiten werden dynamisch übersetzt

  • Navigation und Inhalte bleiben erhalten

  • kostenlos

  • ideal für spontane Nutzung

  • perfekt für Reisen oder internationale Leserinnen und Leser

Aber: Maschinelle Übersetzungen sind nicht immer perfekt.
Gerade bei Fachbegriffen, Idiomen oder sehr speziellen Texten kann es zu kleinen Ungenauigkeiten kommen. Auch Videos oder eingebettete Inhalte werden nicht immer vollständig übersetzt.

Für einen guten Gesamteindruck und zum Mitlesen funktioniert es jedoch sehr zuverlässig.

Easily Translate Websites with Google Translate

I often receive requests asking whether I could also offer my website in English.
While I truly appreciate this interest, maintaining a fully bilingual website requires a lot of additional time and effort.

Fortunately, there is a very simple solution:
You can translate any website – including gartenhygge.de – quickly and easily using Google Translate.

Method 1: Via translate.google.com

  1.   Open translate.google.com
  2.   Click on “Websites” at the top
  3.   Leave the source language set to “Detect language” or select it manually
  4.   Choose your target language
  5.   Enter the website URL
  6.   Click the arrow button

The translated version opens in a new tab with a toolbar that allows you to switch between the original and translated version at any time.

Method 2: Directly in the Browser (Chrome)

  1.   Navigate to a foreign-language website
  2.   Chrome usually detects the language automatically
  3.   A pop-up appears asking “Translate this page?”
  4.   Choose your preferred language and confirm

You can switch back to the original language anytime using the toolbar at the top.
This feature also works in Microsoft Edge.

Advantages and Limitations

Google Translate:

  • translates entire websites dynamically

  • keeps navigation intact

  • is free of charge

  • ideal for spontaneous use

However, machine translations are not always perfect, especially when it comes to technical terms, idioms, or embedded content such as videos.

Still, it is an easy and practical way to access content in another language.

Start in den altersgerechten Garten

Start in den altersgerechten Garten

Auf dem Weg zu einem altersgerechten Garten

Mein Garten im Herbst 2025

Der Umbau meines Gartens hat begonnen. Schon Ende September habe ich damit angefangen, einige Gräser, Stauden und Sträucher zu verschenken – ein erster, emotionaler Schritt in eine neue Gartenphase.

Besonders das Präriebeet war leider völlig überwuchert. Gräser, Witwenblumen und Gaura hatten sich so stark vermehrt, dass sie andere Stauden verdrängt haben. Das ganze Bild des Beetes war verloren gegangen – und vor allem: Ich konnte es nicht mehr so pflegen, wie es nötig gewesen wäre. Ich werde schließlich auch nicht jünger.

Also habe ich mich entschieden, das große Präriebeet in mehrere kleinere Beete zu unterteilen. So wird die Pflege überschaubarer – und ich kann den Garten weiterhin mit Freude, statt mit körperlicher Anstrengung gestalten.

Abschied von alten Gartenbewohnern

Auch einige Gehölze mussten gehen. Der Maulbeerbaum hat sich als deutlich wuchsfreudiger erwiesen, als ich es jemals erwartet hätte. Zusammen mit dem Kirschbaum ist er auf eine Streuobstwiese umgezogen. Ich hoffe sehr, dass beide dort gut anwachsen – und weiterhin reichlich Früchte tragen dürfen.

An der linken Grundstücksgrenze stehen noch wilde Haselnusssträucher, die ständig geschnitten werden müssen. Auch das schaffe ich auf Dauer nicht mehr. Schweren Herzens habe ich mich deshalb entschieden, sie fällen zu lassen.

Neue Lösungen für einen pflegeleichteren Garten

Ich habe mich in den letzten Monaten viel mit dem Thema altersgerechtes Gärtnern beschäftigt und sogar ein Webinar dazu besucht. Dabei wurde mir schnell klar: Hecken als Ersatz für die Haselnuss wären keine gute Lösung – sie müssten regelmäßig geschnitten werden.

Deshalb bekommt die linke Grundstücksgrenze nun einen Bambus-Sichtschutz. Der ist langlebig, formstabil und deutlich pflegeleichter.

In einer kleinen Lücke werden außerdem zwei Feldahorne (Acer campestre) gepflanzt. Sie kommen sehr gut mit Hitze und Trockenheit zurecht – Eigenschaften, die in meinem Garten immer wichtiger werden.

Neue Akzente im Gartenbild

In die Lücke des Maulbeerbaums wird eine weitere Blutpflaume (Prunus cerasifera ‚Nigra‘) einziehen, damit das Gesamtbild harmonischer wird. Ihre dunklen Blätter liebe ich – sie bringen Ruhe und Tiefe in den Garten.

Dazu kommt noch ein weiterer Strauch: der Goldliguster (Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘).
Er gilt als sehr robust gegenüber Hitze und Trockenheit und bildet – wie der gemeine Liguster – Blüten und Früchte. Ein Gewinn für den Garten und für die Tierwelt.

Mein Fazit

Der Garten wird sich verändern – sichtbar, spürbar und auch emotional.
Aber er soll mir weiterhin Freude machen, nicht zur Belastung werden.

Ich gestalte ihn jetzt so, dass er:

  • pflegeleichter wird

  • dem Klima besser standhält

  • und mir auch in Zukunft ein Ort der Ruhe bleibt

Der Garten wird vielleicht einfacher – aber nicht weniger schön.

Und genau das ist für mich der Kern von Gartenhygge!

Katzen im Garten

Katzen im Garten

Pflanztipps für Katzenfreunde mit Herz und Verstand

Ein Garten ist ein Paradies – für Menschen, Pflanzen und auch für Katzen. Wer mit Katzen lebt oder regelmäßig Besuch von Samtpfoten im Garten bekommt, weiß: Sie lieben es, zu beobachten, zu schleichen, zu dösen und auf Entdeckungstour zu gehen.

Damit Garten und Katze gut zusammenpassen, lohnt es sich, bei der Pflanzenauswahl und Gestaltung ein wenig mitzudenken.

Warum Katzen den Garten so lieben

Katzen mögen Gärten, weil sie dort alles finden, was sie brauchen:

  • Verstecke

  • Sonnenplätze

  • erhöhte Aussichtspunkte

  • weiche Böden

  • und spannende Gerüche

Ein naturnaher Garten ist für sie wie ein Abenteuerspielplatz – ruhig, vielfältig und voller Reize.

Ein katzenfreundlicher Garten braucht Rückzugsorte, erhöhte Plätze wie Mauern, Baumstämme oder Stufen, schattige Liegeflächen und sichere Wege, auf denen sich die Tiere entspannt bewegen können. Gleichzeitig sollte der Garten auch für uns Menschen ein Ort der Ruhe bleiben – beides schließt sich nicht aus, sondern lässt sich mit etwas Planung wunderbar miteinander verbinden.

Darüber hinaus brauchen Katzen im Garten saubere, flache Wasserstellen, keine scharfen Kanten, keine giftigen Dünger oder Schneckenkorn und möglichst wenig Chemie. Ein naturnaher Garten ist damit nicht nur ein sicherer Ort für Katzen, sondern zugleich auch ein wertvoller Lebensraum für Insekten und andere Tiere.

Pflanzentipps für katzenfreundliche Gärten

Katzenminze (Nepeta cataria / Nepeta faassenii)

Katzen reagieren oft spielerisch und euphorisch auf ihren Duft.
Sie ist außerdem eine wunderschöne, insektenfreundliche Staude.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: durchlässig, eher trocken
  • Pflege: sehr pflegeleicht, Rückschnitt nach der Blüte fördert Nachblüte
Baldrian (Valeriana officinalis)


Der Geruch ist für Menschen gewöhnungsbedürftig – für Katzen unwiderstehlich.
Ideal für eine etwas abgelegenere Ecke im Garten.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: frisch bis feucht, nährstoffreich
  • Pflege: robust, versamt sich gern, bei Bedarf eindämmen
Gamander (Teucrium chamaedrys / Teucrium x lucidrys)

Gamander ist eine niedrige, robuste Staude mit aromatischem Duft, den viele Katzen interessant finden. Gleichzeitig ist er sehr trittfest und eignet sich gut für sonnige Gartenbereiche oder als kleine Einfassung.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: trocken bis frisch, gut durchlässig, eher mager
  • Pflege: sehr pflegeleicht, Rückschnitt nach der Blüte oder im Frühjahr fördert dichten Wuchs
  • Besonderheit: ideal für Wege, Beetränder und Katzenpfade
Zitronenmelisse (Melissa officinalis)

Manche Katzen mögen den frischen Duft und rollen sich gern in der Pflanze. (Die Blätter lassen sich auch in der Küche vielfältig verwenden, falls die Katze kein Interesse zeigt.)

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: locker, humos, nicht zu trocken
  • Pflege: wüchsig, Rückschnitt fördert frisches Blattwerk
Lavendel (Lavandula angustifolia)

Nicht jede Katze reagiert darauf – aber er schafft Struktur und Ruhe. (Und ICH liebe Lavendelduft in jedem Fall!)

  • Standort: sonnig, war
  • Boden: trocken, kalkhaltig, sehr durchlässig
  • Pflege: Rückschnitt im Frühjahr, Staunässe vermeiden
Thymian (Thymus vulgaris / serpyllum)

Niedrig wachsend, trittfest, ideal für Wege und sonnige Plätze.

  • Standort: vollsonnig
  • Boden: mager, trocken, steinig
  • Pflege: sehr pflegeleicht, nicht zu viel gießen

Diese Pflanzen lieber meiden

Einige Pflanzen sind für Katzen giftig oder problematisch.
Dazu gehören unter anderem:

  • Lilien (sehr gefährlich für Katzen!)

  • Oleander

  • Efeu

  • Fingerhut

  • Maiglöckchen

  • Herbstzeitlose

Wenn du Katzen hast oder Besuch bekommst:
Lieber verzichten – oder nur an unzugänglichen Stellen pflanzen.

Zum Schmunzeln – Katzenwetterdienst

Katzen haben ja bekanntlich manchmal sehr eigenwillige Beutevorlieben. Die Katze einer Freundin von mir fängt zum Beispiel mit großer Begeisterung Regenwürmer – und apportiert sie dann stolz als „Geschenk“. Das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern fast schon wissenschaftlich verwertbar: Sie macht damit jeder Bauernregel Konkurrenz. Denn man kann ziemlich zuverlässig erkennen, ob der Boden noch gefroren ist – bei Frost gibt es nämlich keine Regenwürmer.

Wenn also ein Wurm auf der Terrasse liegt, weiß man: Der Garten ist wieder aufgetaut … und die Katze ist sehr zufrieden mit sich selbst.

Mein persönlicher Blick

Ich mag Gärten, die belebt sind. Wenn eine Katze im Beet sitzt, durch die Gräser streift oder sich auf der warmen Terrasse zusammenrollt, dann gehört sie für mich einfach dazu. Ein Garten ist kein Ausstellungsraum – sondern ein Lebensraum. Und dazu gehören manchmal auch Pfotenabdrücke im Boden.

Sabine van Osenbrüggen

Phänologie Vorfrühling (Februar)

Phänologie Vorfrühling (Februar)

Vorfrühling – Wenn der Winter langsam loslässt

Schneeglöckchen, ei, bist du schon da?
Ist denn der Frühling schon so na? 

Hugo von Hofmannsthal (1874-1929)

Das Schneeglöckchen

Das Schneeglöckchen (Galanthus) blüht oft schon, wenn noch eine Schneedecke über den Beeten liegt. Es zeigt uns den Beginn des Vorfrühlings an. Das Schneeglöckchen hat viele verschiedene Blütenformen, ist aber in der Grundfarbe immer weiss. Warum kann denn das Schneeglöckchen bei Frost überleben? Es lagert Salz ein und senkt damit den Gefrierpunkt, ähnlich wie bei salzigem Meerwasser. Man bekommt das Schneeglöckchen nicht nur im Herbst als trockene Zwiebel, sondern von speziellen Züchtern auch als frisches Pflänzchen im Frühjahr.

Schneeglöckchen und die Engländer

Manche Exemplare der Schneeglöckchen sind so selten oder so teuer, dass man auch nur eine Zwiebel bekommen kann. Die Engländer sind ganz begeistert von den Schneeglöckchen. Es gibt extra Versteigerungen für die seltenen Exemplare. Im Englischen heißen Schneeglöckchen Schneetropfen, „snowdrops“, der Form ihrer Blütenblätter wegen. Gärten oder Landsitze öffnen die Pforten mit Winter extra zur „Snowdrops-Walks“ oder „Snowdrop-Events“. Ist man einmal der Sammelleidenschaft diesseits und jenseits des Kanals verfallen, kann man gar nicht genug verschiedene Pflanzen dieser Frühjahrsblüher im Garten haben.

Schneeglöckchen und ihre Kollegen

Das gleiche gilt für den Winterling (Eranthis), auch er blüht im Vorfrühling, allerdings in gelb. Hier gibt es ebenfalls ganz viele verschiedenen Züchtungen, die einen Blüten haben grüne Streifen, die anderen orange farbende Staubgefäße oder die Blätter sind mal zarten und mal robuster. Neue Züchtungen findet man sogar in weiss-blau (Eranthis Pinnatifida), von Werner Voigt. Meiner Erfahrung nach ist der Winterling aber etwas heikel. Bisher hat er sich bei mir im Garten in Franken nicht gut etabliert und leider auch nicht ausgebreitet. In Dänemark hatte ich damit viel mehr Erfolg, vielleicht war es dort auch kälter, denn ohne Kältereiz keimt er nicht. Er mag es auch nicht trocken, dann vertrocknen die Ausläufer (Rhizome) mit denen er sich vermehrt. Egal für welchen Frühjahrsblüher man sich entscheidet, es ist so schön, wenn man im Vorfrühling schon mal etwas blühendes im Garten hat. Und die eine oder andere frühe Hummel freut sich erst recht über den Nektar. Dafür haben die Schneeglöckchen die hellgrünen Sginalflecken an den Blütenblättern, damit Bienen und Hummeln sie gut im Schnee entdecken können.

Was im Garten jetzt passiert

  • Boden taut langsam auf
  • Knospen schwellen
  • Mikroorganismen werden aktiv

Der Garten „erwacht“ innerlich – äußerlich bleibt er noch zurückhaltend.

Typische Zeigerpflanzen

Der Vorfrühling wird angezeigt durch die Blüte früher Gehölze, die mit erstaunlicher Widerstandskraft auftreten:

  • Hasel – Blüte der Kätzchen

  • Erle –  Kätzchenblüte

  • Schneeglöckchen 

  • Winterjasmin

  • Zaubernuss 

Diese Pflanzen reagieren stark auf steigende Temperaturen und zunehmendes Licht – nicht auf den Kalender. In manchen Jahren beginnt der Vorfrühling bereits im Februar, in anderen erst im März.

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Ruhe bewahren 
  • Kontrollgänge
  • Gehölzschnitt an frostfreien Tagen
  • Umgefallenen Stauden schneiden

Besser noch warten mit

  • Aussaat empfindlicher Kulturen
  • Pflanzung frostempfindlicher Stauden
  • großen Bodenarbeiten bei Nässe

Schneeglöckchen

Mein persönlicher Blick

Ich liebe diese unscheinbare Zeit des Vorfrühlings. Wenn das erste Grün aus der Erde spitzt, atme ich auf.

Sabine van Osenbrüggen

Jahreskreis & Phänologie

Alle Infos für entspannteres Gärtnern nach dem Kalender der Natur findest du hier:

Jahreskreis Phänologie

Jahreskreis Phänologie

Auf gartenhygge ist ein neues Projekt gestartet: der phänologische Jahreskalender.

Das Thema Phänologie liegt mir schon lange am Herzen, weil in Zeiten des Klimawandels das Leben von Landwirten und (Hobby-)Gärtnern nicht einfacher wird. Wir erleben frühe Austriebe der Pflanzen, gefolgt von späten Frösten, Trockenheit in der Zeit, da Wasser für das Wachstum gebraucht wird, starke Regenfälle im Sommer. Vielleicht können wir aber trotzdem Signale der Natur nutzen, um uns auch in der Zeit des Wandels zu orientieren, deshalb meine kleine Serie zur Phänologie.

Was ist Phänologie?

Wer schon einmal bemerkt hat, dass die ersten Krokusse im Frühling ihre Köpfe durch die Erde stecken oder dass die Blätter der Bäume im Herbst wie auf Kommando bunt werden, hat bereits einen Blick für die Phänologie entwickelt. Phänologie ist die Wissenschaft, die sich mit den periodisch wiederkehrenden Erscheinungen in der Natur beschäftigt – also damit, wann Pflanzen blühen, Früchte reifen oder Zugvögel zurückkehren. Sie beobachtet, wie sich die Natur im Laufe des Jahres verändert und wie diese Veränderungen mit dem Klima zusammenhängen.

Geschichte und Entstehung der Phänologie

Die Wurzeln der Phänologie reichen weit zurück – bereits in der Antike achteten Bauern und Gärtner auf die Zeichen der Natur, um den besten Zeitpunkt für Aussaat und Ernte zu bestimmen. Als eigenständige Wissenschaft entwickelte sich die Phänologie jedoch erst im 18. und 19. Jahrhundert. Der schwedische Naturforscher Carl von Linné gilt als einer der Begründer. Er legte sogenannte „Blumen-Uhren“ an und dokumentierte, wann verschiedene Pflanzenarten blühten. Im 19. Jahrhundert wurden in Europa erste flächendeckende phänologische Beobachtungsnetze aufgebaut, um systematisch festzuhalten, wie sich die Natur im Jahresverlauf verändert.

Warum ist Phänologie wichtig?

Die Phänologie hilft uns, die Wechselwirkungen zwischen Klima und Natur besser zu verstehen. Da viele Pflanzen und Tiere sehr sensibel auf Temperatur und Niederschlag reagieren, geben ihre Entwicklungsstadien Hinweise auf klimatische Veränderungen. So können wir beispielsweise beobachten, dass einige Pflanzenarten heute früher blühen als noch vor wenigen Jahrzehnten – ein Indiz für den Klimawandel.

Bedeutung für Landwirtschaft

Bedeutung für Landwirtschaft und Gärten

Für Landwirte und Hobbygärtner ist die Phänologie ein wertvolles Werkzeug. Anstatt sich nur auf den Kalender zu verlassen, kann man mit phänologischen Beobachtungen den optimalen Zeitpunkt für Aussaat, Pflanzung, Pflege und Ernte bestimmen. Zum Beispiel ist der Beginn der Apfelblüte ein verlässlicher Hinweis, dass die Frostgefahr vorbei ist und empfindliche Kulturen ins Freiland gepflanzt werden können. Auch Schädlinge und Pflanzenkrankheiten orientieren sich am Entwicklungsstand der Pflanzen – rechtzeitige Beobachtung hilft, Risiken zu minimieren und Erträge zu sichern.

Der Kalender wächst mit dem Jahr

Der neue Jahreskalender wird nicht von heute auf morgen vollständig sein.
Und das ist ganz bewusst so.

Die einzelnen phänologischen Jahreszeiten werden:

  • rechtzeitig ergänzt,

  • saisonal vervollständigt,

  • und mit Beobachtungen aus meinem eigenen Garten angereichert.

Ich schreibe also nicht über den Hochsommer im Winter oder über den Vorfrühling im Juli. Stattdessen entsteht der Kalender parallel zum tatsächlichen Gartenjahr.

Die 10 phänologischen Jahreszeiten: Übersicht und Monatszuordnung

Die Phänologie teilt das Jahr nicht in die klassischen vier Jahreszeiten, sondern unterscheidet zehn sogenannte „phänologische Jahreszeiten“. Diese orientieren sich an markanten Entwicklungsstadien typischer Pflanzen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Monate den jeweiligen Jahreszeiten meist zugeordnet werden – regionale Abweichungen sind dabei möglich:

  1. Winter (Dezember – Februar): Vegetationsruhe, kaum sichtbares Wachstum.
  2. Vorfrühling (Februar – März): Blüte von Hasel und Schneeglöckchen, erste Frühlingsboten.
  3. Erstfrühling (März – April): Blüte von Forsythie und Salweide, Laubaustrieb bei einigen Bäumen.
  4. Vollfrühling (April – Mai): Apfelblüte, Flieder blüht, viele Bäume treiben aus.
  5. Frühsommer (Mai – Juni): Beginn der Blüte von Holunder, Roggen steht in Ähre.
  6. Hochsommer (Juni – Juli): Lindenblüte, erste Getreideernte, viele Früchte reifen.
  7. Spätsommer (Juli – August): Reife von Johannisbeeren, Erntezeit für viele Gemüse.
  8. Frühherbst (August – September): Reife von Äpfeln und Birnen, Laub beginnt zu verfärben.
  9. Vollherbst (September – Oktober): Kastanien fallen, Blätter färben sich bunt, Hauptlaubfall.
  10. Spätherbst (Oktober – November): Letzte Blätter fallen, Pflanzen bereiten sich auf die Winterruhe vor.

Dies sind nur einige Beispiele für die Beobachtung. Weitere lernt ihr in der Serie kennen, wir starten passend mit dem Winter.

Eine Einladung zum Mitbeobachten

Der Jahreskalender ist keine Anleitung zum Abarbeiten.
Er ist eine Einladung:

  • genauer hinzuschauen

  • Veränderungen wahrzunehmen

  • den eigenen Garten besser zu verstehen

Vielleicht beobachtest du andere Zeigerpflanzen als ich.
Vielleicht beginnt der Vorfrühling bei dir früher – oder später.
Auch das gehört dazu.

Im Laufe des Jahres wird der phänologische Jahreskalender auf gartenhygge.de wachsen – Monat für Monat, Jahreszeit für Jahreszeit.

Schau gern regelmäßig vorbei. Oder komm immer dann, wenn du dich fragst:
„Was zeigt mir die Natur gerade?“

Gemeinsam entspannt wachsen mit der Natur

Im Laufe des Jahres wird der phänologische Jahreskalender auf gartenhygge.de wachsen – Monat für Monat, Jahreszeit für Jahreszeit.

Schau gern regelmäßig vorbei. Oder komm immer dann, wenn du dich fragst:
„Was zeigt mir die Natur gerade?“

Sabine van Osenbrüggen

Wenn ihr noch mehr zum Thema Phänologie lesen wollte, schaut doch mal beim Deutschen Wetterdienst vorbei: https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaueberwachung/phaenologie/phaenologie_node.html

Interessant ist auch die Seite von Karl Ploberger, der mich damals in einem Fernsehbeitrag auf die Phänologie gebracht hat:

https://www.biogaertner.at/phaenologischer-kalender-oder-garteln-im-takt-der-natur/

Sabine van Osenbrüggen