Phänologie Frühherbst

Phänologie Frühherbst

Im Früherbst leuchten die Beeren der Eberesche

In den Zweigen dort im Baum,

Purpur Rot ein Früchtetraum.

Nora Marquardt

Die Eberesche

Wenn die Früchte der Eberesche in leuchtendem Orange-Rot zwischen den Zweigen hängen, beginnt der Frühherbst. Die auch als Vogelbeere bekannte Eberesche (Sorbus aucuparia) ist eine der schönsten Zeigerpflanzen dieser Jahreszeit und begleitet uns mit ihren Reizen nahezu durch das ganze Gartenjahr.

Bereits im Frühjahr treibt sie ihre charakteristischen, gefiederten Blätter aus. Die einzelnen Blättchen sind fein gezähnt und verleihen dem Baum eine leichte, fast filigrane Erscheinung. Wenige Wochen später erscheinen große, weiße Blütenschirme, die zahlreiche Insekten anlocken. Für Wildbienen, Käfer und Schwebfliegen sind sie eine wichtige Nahrungsquelle.

Die Eberesche wächst meist schlank und locker aufgebaut. Dadurch eignet sie sich auch für kleinere Gärten, obwohl sie im Alter durchaus Höhen von bis zu 15 Metern erreichen kann. Besonders wertvoll ist sie für naturnahe Gärten, denn kaum ein heimisches Gehölz bietet so vielen Tierarten Nahrung und Lebensraum.

Der große Auftritt im Herbst

Im September zeigt die Eberesche ihre wohl schönste Seite. Die zahlreichen Fruchtstände leuchten weithin sichtbar in kräftigen Orange- und Rottönen. Botanisch betrachtet handelt es sich dabei nicht um Beeren, sondern um kleine Apfelfrüchte, denn die Eberesche gehört zur Familie der Rosengewächse. Tatsächlich erinnern die Früchte ein wenig an winzige Hagebutten.

Für viele Vogelarten sind die Früchte ein wichtiges Nahrungsangebot. Amseln, Drosseln, Seidenschwänze und Stare bedienen sich gerne an den reich gedeckten Tischen. Daher stammt auch der Volksname „Vogelbeere“.

Für uns Menschen sind die Früchte roh nur eingeschränkt genießbar. Sie enthalten Parasorbinsäure, die ihnen ihren bitteren Geschmack verleiht und Magenbeschwerden verursachen kann. Durch Kochen oder nach den ersten Frösten wird diese Säure jedoch abgebaut. Dann lassen sich die Früchte zu Gelee, Konfitüre oder Saft verarbeiten. Trotz der Verarbeitung bleibt ein hoher Gehalt an Vitamin C erhalten.

In einigen Regionen Österreichs wird aus den Früchten sogar ein hochwertiger Brand hergestellt. Im Fichtelgebirge wiederum gehören Vogelbeeren traditionell zu bestimmten Kräuterlikören.

Auch für herbstliche Dekorationen sind die Fruchtstände sehr beliebt. Zusammen mit Hagebutten, Gräsern und buntem Laub ergeben sie wunderschöne Sträuße und Kränze.

Eberesche

Vorkommen

Die Eberesche ist in weiten Teilen Europas heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von den Küstenregionen bis in die Gebirge und von Westeuropa bis nach Westsibirien. Selbst auf den Färöer-Inseln, in Skandinavien, auf den Azoren und in den Gebirgen Südeuropas ist sie anzutreffen. Durch ihre Robustheit und Anpassungsfähigkeit zählt sie zu den wichtigsten heimischen Wildgehölzen und ist sowohl in Wäldern als auch in Parks und Gärten zu finden.

Was passiert jetzt im Garten?

Der Frühherbst ist die Zeit der Ernte. Äpfel, Birnen, Pflaumen und viele Gemüsesorten sind nun reif. Gleichzeitig beginnt die Natur langsam, ihre Kräfte für den Winter zu sammeln.

Die ersten Gehölze zeigen bereits leichte Herbstfärbungen. Stauden wie Fetthenne, Sonnenhut oder Herbstanemonen stehen noch in voller Blüte und bieten Insekten wertvolle Nahrung. Viele Vögel beginnen, Vorräte anzulegen oder sich auf den Zug in den Süden vorzubereiten.

Für uns Gärtnerinnen und Gärtner ist dies eine Zeit zwischen Genießen und Planen. Die Hauptarbeit des Sommers ist geschafft, gleichzeitig beginnt bereits die Vorbereitung auf das nächste Gartenjahr.

Typische Zeigerpflanzen

Wer keine Eberesche in der Nähe hat, kann den Beginn des Frühherbstes auch an anderen Pflanzen erkennen:

  • Die Haselnuss (Corylus avellana) trägt nun reife Früchte.
  • Die Früchte des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) färben sich tiefschwarz.
  • Auch die roten Früchte der Kornelkirsche (Cornus mas) werden nun reif.

Mit ihrer Fruchtreife kündigen sie bereits das Ende des Frühherbstes und den Übergang zum Vollherbst an.

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Obst und Gemüse zu ernten und haltbar zu machen
  • Stauden zu teilen und neu zu pflanzen
  • Gehölze für Herbstpflanzungen auszuwählen
  • Blumenzwiebeln für das kommende Frühjahr zu bestellen
  • Samen von Stauden und Sommerblumen zu sammeln
  • neue Gartenprojekte für das nächste Jahr zu planen

Besser noch warten mit

  • starkem Rückschnitt an Gehölzen
  • dem vollständigen Abräumen verblühter Stauden
  • größeren Bodenbearbeitungen bei anhaltender Trockenheit
  • dem Entfernen von Samenständen, die Vögeln als Nahrung dienen können

Mein persönlicher Blick

Der Frühherbst gehört für mich zu den schönsten Zeiten im Gartenjahr. Die große Sommerhitze ist meist vorbei, die Tage sind oft angenehm warm und das Licht bekommt eine ganz besondere Qualität. Die tief stehende Sonne lässt Früchte und Blätter regelrecht leuchten.

Gerade die Eberesche fällt mir in dieser Jahreszeit immer wieder auf. Während viele Gehölze noch grün sind, trägt sie bereits ihre farbenfrohen Fruchtstände und kündigt damit den kommenden Herbst an. Gleichzeitig erinnert sie daran, wie wichtig Gehölze sind, die nicht nur für uns Menschen schön aussehen, sondern auch einen echten Mehrwert für die Tierwelt bieten.

Wenn ich durch den Garten gehe und die ersten Äpfel einsammle, beginnt für mich bereits die Planungszeit für das nächste Jahr. Vielleicht ist genau das das Besondere am Gärtnern: Während man die Ernte genießt, entstehen im Kopf schon die Ideen für den nächsten Frühling.

Sabine van Osenbrüggen

Holunderbeeren

Haselnuss - junge Früchte

Kornelkirsche

Jahreskreis & Phänologie

Alle Infos für entspannteres Gärtnern nach dem Kalender der Natur findest du hier:

Phänologie Spätsommer August

Phänologie Spätsommer August

August – Spätsommer, die leckere Zeit der Reife

„Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut.“
Unbekannt

Die Felsenbirne – ein Gehölz für alle Jahreszeiten

Der August ist ein besonderer Monat im phänologischen Kalender. Je nach Wetterlage befindet er sich noch im Spätsommer oder hat bereits einen Fuß im Frühherbst. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht die eigentlichen Zeigerpflanzen dieser Jahreszeit vorstellen, sondern ein Gehölz, das mich das ganze Gartenjahr über begeistert: die Felsenbirne.

Wahrscheinlich habt ihr sie schon oft gesehen, ohne sie bewusst wahrzunehmen. Im Frühjahr schmückt sich die Felsenbirne mit einer Fülle weißer Blüten, die wie kleine Sterne zwischen den Zweigen leuchten. Leider fällt die Blütezeit durch die inzwischen oft hohen Temperaturen recht kurz aus und dauert meist nur etwa eine Woche. Dennoch gehört sie für mich zu den schönsten Frühlingserscheinungen überhaupt.

Die Felsenbirne wächst als eleganter Großstrauch oder kleiner Baum. Typisch ist ihr schirmförmiger Aufbau: unten eher schlank, nach oben locker aufgefächert. Genau diese Wuchsform macht sie so wertvoll für kleine und große Gärten gleichermaßen. In der Nähe einer Terrasse gepflanzt spendet sie im Sommer angenehmen Schatten, ohne im Winter die tief stehende Sonne auszusperren.

Ein Fest für Bienen, Vögel und Menschen

Die Blüten der Felsenbirne sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und viele andere Insekten. Im Laufe des Sommers entwickeln sich daraus kleine dunkelblaue bis fast schwarze Früchte. Obwohl sie wie Beeren aussehen, gehören sie botanisch zum Kernobst. Der wissenschaftliche Name Amelanchier leitet sich vom keltisch-gallischen Wort Amelanche ab, was so viel wie „kleines Äpfelchen“ bedeutet.

Die Früchte sind essbar und schmecken süß-aromatisch mit einer leicht marzipanartigen Note. Wer sie einmal probieren möchte, muss allerdings schnell sein. Meist kommen die Vögel zuvor. Amseln, Drosseln und Stare lieben die Früchte genauso sehr wie wir Menschen. In meinem Garten gewinne meist die Vogelwelt den Wettlauf um die Ernte – und ehrlich gesagt gönne ich es ihnen von Herzen.

Der große Auftritt im Herbst

Wenn die meisten Sträucher langsam an Attraktivität verlieren, beginnt die Felsenbirne ihren zweiten großen Auftritt. Ihre Blätter verfärben sich im Herbst in leuchtende Orange-, Rot- und Kupfertöne. Besonders an sonnigen Tagen scheint der ganze Strauch zu glühen. Die Herbstfärbung hält oft bis weit in den November hinein an und macht die Felsenbirne zu einem echten Blickfang.

Selbst im Winter bleibt sie attraktiv. Ihre feine Verzweigung und die elegante Wuchsform sorgen dafür, dass sie auch ohne Laub Struktur und Ruhe in den Garten bringt.

Welche Felsenbirne passt in den Garten?

Die bekannteste Art ist die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii). Sie wächst mehrstämmig und entwickelt die typische schirmartige Krone.

Für kleinere Gärten eignet sich die Gemeine Felsenbirne (Amelanchier ovalis), die kompakter und etwas runder wächst.

Besonders reizvoll finde ich die Kahle Felsenbirne (Amelanchier laevis). Trotz ihres Namens ist sie keineswegs kahl. Ihre jungen Blätter treiben rötlich aus, verfärben sich im Sommer olivgrün und leuchten im Herbst in intensiven Orange- und Rottönen.

Allen gemeinsam sind die weißen Blüten, die gute Frosthärte und ihre bemerkenswerte Trockenheitsverträglichkeit. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzeperioden ist das ein starkes Argument für diesen vielseitigen Strauch.

Felsenbirne

Vorkommen

Die natürlichen Verbreitungsgebiete der Felsenbirne liegen in den Gebirgsregionen Mittel-, Süd- und Osteuropas. Ihr Areal reicht bis nach Belgien und Mitteldeutschland. Auch in Vorderasien und Nordafrika kommt sie vor. Heute ist sie längst ein beliebter Gartenstrauch geworden und aus vielen Parks und privaten Gärten nicht mehr wegzudenken.

Weitere Zeigerpflanzen des Hochsommers

Wer keine Beerensträucher im Garten hat, kann den Beginn des Hochsommers auch an anderen Pflanzen erkennen.

Ein wichtiger Zeiger ist die Winterlinde (Tilia cordata). Wenn ihre gelblich-weißen Blüten erscheinen und ihren intensiven Duft verbreiten, hat der Hochsommer begonnen.

Die Winterlinde wird häufig mit der Sommerlinde verwechselt. Diese blüht jedoch bereits einige Wochen früher und gehört damit noch zum Frühsommer.

Viele Menschen kennen Linden vor allem durch den klebrigen Belag auf Autos, die unter ihnen geparkt werden. Dabei handelt es sich um Honigtau, der von Blattläusen ausgeschieden wird und oft mit den Lindenblüten in Verbindung gebracht wird.

Was passiert jetzt im Garten?

Der Spätsommer ist eine Zeit des Übergangs. Viele Stauden stehen noch in voller Blüte, während gleichzeitig die ersten Früchte reifen und die Natur langsam auf den Herbst zusteuert.

Jetzt ist Erntezeit für Tomaten, Bohnen, Zucchini und viele Obstsorten. Die Sommerblumen geben noch einmal alles, während erste Herbstblüher wie Herbstanemonen und Fetthennen ihre Knospen öffnen.

Auch die Tierwelt bereitet sich langsam auf die kommende Jahreszeit vor. Vögel sammeln Energiereserven, Insekten nutzen die letzten großen Nektarquellen, und viele Gehölze beginnen bereits, ihre Energie in Früchte und Samen zu investieren.

Typische Zeigerpflanzen

Wer sich an der Phänologie orientiert, erkennt das Ende des Spätsommers an zwei typischen Erscheinungen:

  • Die Zwetschge (Prunus domestica) wird reif.
  • Die Herbstanemone (Anemone hupehensis) beginnt zu blühen.

Dann steht der Frühherbst bereits vor der Tür.

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Gehölze und Stauden für Herbstpflanzungen auszuwählen
  • Samen von Lieblingspflanzen zu sammeln
  • Sommerblumen regelmäßig auszuputzen
  • Trockenheitsverträgliche Pflanzen für zukünftige Gartenprojekte zu planen
  • erste Ideen für Veränderungen im nächsten Gartenjahr festzuhalten

Besser noch warten mit

  • starken Rückschnitten an Gehölzen
  • größeren Umpflanzaktionen bei Hitze
  • Neupflanzungen während längerer Trockenphasen
  • radikalen Umgestaltungen, solange die Pflanzen noch ihre volle Größe zeigen

Mein persönlicher Blick

Der Spätsommer ist für mich eine Zeit des Genießens und Beobachtens. Die große Frühjahrseuphorie ist vorbei, die Herbstarbeiten haben noch nicht begonnen. Man kann durch den Garten gehen und sehen, was funktioniert hat – und was nicht.

Gerade jetzt fallen mir die Pflanzen auf, die wirklich Mehrwert bieten. Die Felsenbirne gehört für mich eindeutig dazu. Sie schenkt Blüten, Früchte, Herbstfarbe und Struktur, ohne ständig Aufmerksamkeit einzufordern. Genau solche Pflanzen werden in meinem Garten immer wichtiger.

Während ich bereits die ersten Ideen für die kommende Gartensaison notiere, genieße ich die warmen Augustabende unter ihren Zweigen. Vielleicht ist das die größte Qualität eines Gartens: dass er uns nicht nur Arbeit macht, sondern uns immer wieder Momente schenkt, in denen wir einfach nur dasitzen und staunen dürfen.

Sabine van Osenbrüggen

Zwetschge

Herbstanemone

Jahreskreis & Phänologie

Alle Infos für entspannteres Gärtnern nach dem Kalender der Natur findest du hier:

Phänologie Hochsommer im Juli

Phänologie Hochsommer im Juli

Juli – Hochsommer: Die Zeit der Beeren

„Wer der Gartenleidenschaft verfiel, ist noch nie geheilt worden. Er fühlt sich immer tiefer in sie verstrickt.“
Karl Foerster

Der Hochsommer ist die Zeit der Fülle. Die Rosen stehen in voller Blüte, die Staudenbeete leuchten in kräftigen Farben und überall gibt es etwas zu ernten. Während die Tage ihren Höhepunkt erreicht haben, beginnt im Garten die große Naschsaison. In der Phänologie wird der Hochsommer durch die Reife der Roten Johannisbeere angezeigt. Sobald die ersten Trauben tiefrot zwischen den Blättern leuchten, hat diese Jahreszeit begonnen.

Die Beeren – kleine Früchte, großer Genuss

Für mich gehören Beeren zu den schönsten Geschenken des Sommers. Es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem warmen Julitag durch den Garten zu gehen und hier eine Himbeere, dort eine Johannisbeere oder ein paar Heidelbeeren direkt vom Strauch zu naschen.

Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) gilt als klassische Zeigerpflanze des Hochsommers. Doch meist ist sie nicht allein. Gleichzeitig reifen vielerorts:

  • Himbeeren (Rubus idaeus)
  • Brombeeren (Rubus fruticosus)
  • Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum)
  • Stachelbeeren (Ribes uva-crispa)

Dank moderner Züchtungen gibt es heute frühe, mittlere und späte Sorten. Wer genügend Platz hat, kann die Beerensaison dadurch über viele Wochen ausdehnen. Selbst auf Balkon und Terrasse lassen sich mittlerweile kompakte Sorten kultivieren.

Besonders praktisch finde ich die neuen Brombeersorten ohne Dornen. Auch bei Himbeeren gibt es inzwischen Züchtungen, die deutlich weniger Ausläufer bilden und damit leichter im Garten zu kontrollieren sind.

Gesundes direkt aus dem Garten

Beeren sind nicht nur lecker, sondern auch echte Kraftpakete für die Gesundheit.

Sie enthalten zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders geschätzt werden sie wegen ihres hohen Gehalts an Antioxidantien, die unsere Körperzellen schützen können.

Doch nicht nur die Früchte sind interessant. Auch die Blätter vieler Beerensträucher werden traditionell genutzt:

  • Brombeerblätter werden als Tee bei Erkältungen, Husten und Heiserkeit verwendet.
  • Himbeerblättertee gilt seit Jahrhunderten als klassischer Frauenkräutertee.
  • Stachelbeeren werden aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.
  • Heidelbeeren sind reich an Vitaminen und wertvollen Pflanzenstoffen.

Ob Marmelade, Saft, Likör, Kuchen oder einfach frisch vom Strauch – Beeren gehören für mich zu den vielseitigsten Früchten überhaupt.

Und was ist mit der Erdbeere?

Natürlich gehört auch die Erdbeere zum Sommer.

Allerdings eignet sie sich nicht als Zeigerpflanze für den Hochsommer. Durch die Vielzahl an frühen, mittleren, späten und sogar dauerhaft tragenden Sorten lässt sich ihre Erntezeit kaum noch eindeutig einer phänologischen Jahreszeit zuordnen.

Trotzdem wäre ein Sommer ohne Erdbeeren kaum vorstellbar. Für viele Gartenbesitzer beginnt mit den ersten roten Früchten überhaupt erst die eigentliche Erntesaison.

Hygge-Tipp für den Hochsommer:
Eine Handvoll frisch gepflückter Beeren, ein schattiger Sitzplatz im Garten und ein gutes Gartenbuch – mehr braucht es manchmal nicht, um einen perfekten Sommertag zu genießen.

Johannisbeere

Vorkommen

Viele unserer heutigen Beeren stammen ursprünglich aus den gemäßigten Regionen der Nordhalbkugel. Wildformen wachsen bis heute in Wäldern, Hecken und an Waldrändern.

Die Walderdbeere und die Heidelbeere begegnen uns noch immer in vielen Wäldern. Brombeeren besiedeln Feldränder, Böschungen und alte Bahndämme. Wer aufmerksam durch die Natur geht, entdeckt überall die wilden Verwandten unserer Gartenbeeren.

Vielleicht macht gerade das ihren besonderen Reiz aus: Sie verbinden unsere Gärten mit der Landschaft und erinnern uns daran, dass viele unserer Lieblingsfrüchte einst ganz ohne menschliche Hilfe gewachsen sind.

Weitere Zeigerpflanzen des Hochsommers

Wer keine Beerensträucher im Garten hat, kann den Beginn des Hochsommers auch an anderen Pflanzen erkennen.

Ein wichtiger Zeiger ist die Winterlinde (Tilia cordata). Wenn ihre gelblich-weißen Blüten erscheinen und ihren intensiven Duft verbreiten, hat der Hochsommer begonnen.

Die Winterlinde wird häufig mit der Sommerlinde verwechselt. Diese blüht jedoch bereits einige Wochen früher und gehört damit noch zum Frühsommer.

Viele Menschen kennen Linden vor allem durch den klebrigen Belag auf Autos, die unter ihnen geparkt werden. Dabei handelt es sich um Honigtau, der von Blattläusen ausgeschieden wird und oft mit den Lindenblüten in Verbindung gebracht wird.

Was passiert jetzt im Garten?

Der Hochsommer ist Erntezeit.

Während viele Stauden ihre volle Höhe erreicht haben, liefern Obst und Gemüse nun fast täglich neue Überraschungen. Gleichzeitig beginnt die Zeit, in der Trockenheit und Hitze den Garten stärker fordern.

Typische Zeigerpflanzen

Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) gilt als klassische Zeigerpflanze des Hochsommers. Doch meist ist sie nicht allein. Gleichzeitig reifen vielerorts:

Typische Zeigerpflanzen sind:

  • Himbeeren (Rubus idaeus)
  • Brombeeren (Rubus fruticosus)
  • Heidelbeeren (Vaccinium corymbosum)
  • Stachelbeeren (Ribes uva-crispa)

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Beeren ernten und verarbeiten
  • Stauden zurückschneiden, die verblüht sind
  • Samenstände für Vögel teilweise stehen lassen
  • Mulchen gegen Verdunstung
  • Regenwasser sammeln
  • Erste Notizen für spätere Beetveränderungen machen

Besser noch warten mit

  • größeren Gehölzpflanzungen
  • Umpflanzaktionen bei großer Hitze
  • Rasenneuanlagen

Mein persönlicher Blick

Der Hochsommer hat für mich immer etwas von Ferienzeit.

Vielleicht liegt es an den langen Tagen, vielleicht an den vielen Früchten, die jetzt geerntet werden können. Während im Frühjahr die Vorfreude dominiert, belohnt uns der Garten nun für viele Monate der Pflege.

Besonders mag ich die morgendlichen Rundgänge durch den Garten. Oft wandert dabei mehr Obst direkt in meinen Mund als in die Ernteschale. Johannisbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren haben schließlich die unangenehme Eigenschaft, sofort gegessen werden zu wollen.

Gleichzeitig zeigt der Hochsommer aber auch die Schattenseiten des Gärtnerns. Trockenheit, Hitzewellen und Pflanzen, die plötzlich doch nicht am richtigen Platz stehen, werden nun sichtbar. Genau deshalb ist diese Jahreszeit auch eine gute Gelegenheit, den Garten aufmerksam zu beobachten und Pläne für die kommenden Jahre zu schmieden.

Sabine van Osenbrüggen

Himbeere

Lindenblüte

Stachelbeere

Jahreskreis & Phänologie

Alle Infos für entspannteres Gärtnern nach dem Kalender der Natur findest du hier:

Phänologie Frühsommer

Phänologie Frühsommer

Juni – Frühsommer: Wenn der Holunder blüht

„Wer im Juni keine Blüten im Garten hat, hat entweder einen modernen Geröllgarten, in dem keine Blumen erlaubt sind, oder er hat etwas falsch gemacht.“
Gabriella Pape

Der Juni gehört zu den üppigsten Monaten im Gartenjahr. Die Staudenbeete laufen zur Hochform auf, Rosen öffnen ihre ersten Blüten und überall summt und brummt es. In der Phänologie beginnt jetzt der Frühsommer. Sein wichtigster Zeiger ist ein Strauch, der seit Jahrhunderten zu unseren Dörfern, Gärten und Landschaften gehört: der Schwarze Holunder (Sambucus nigra).

Der Holunder – Duftender Bote des Frühsommers

Wenn der Holunder seine großen weißen Blütendolden öffnet, hat der Frühsommer begonnen. Die zahlreichen kleinen, sternförmigen Einzelblüten verströmen einen süßlichen Duft, der Menschen ebenso anzieht wie Bienen, Schwebfliegen, Käfer und viele andere Insekten.

Der Holunder ist einer dieser Sträucher, die ich jedem naturnahen Garten empfehlen würde. Er bietet Nahrung für Insekten, später Früchte für Vögel und zusätzlich eine reiche Ernte für uns Menschen. Dabei ist er erstaunlich unkompliziert.

Ein ausgewachsener Holunder kann vier Meter hoch oder sogar noch größer werden. Seine natürliche Wuchsform wirkt locker und etwas wild, weshalb er besonders gut in naturnahe Gärten passt. Wer weniger Platz hat, kann ihn durch regelmäßigen Schnitt gut in Form halten.

Neben dem klassischen Schwarzen Holunder gibt es auch attraktive Zuchtsorten. Besonders schön finde ich den dunkellaubigen Holunder ‚Black Lace‘, dessen fast schwarzes Laub einen wunderbaren Kontrast zu den zartrosa Blüten bildet. Die Früchte sind bei beiden Varianten tiefschwarz und glänzend.

Ein Strauch voller Möglichkeiten

Der Holunder begleitet die Menschen seit Jahrhunderten. Früher durfte er auf keinem Bauernhof fehlen und galt sogar als Schutzbaum für Haus und Hof.

Auch kulinarisch hat er einiges zu bieten. Aus den Blütendolden lassen sich Holunderblütensirup, Holundersekt oder aromatische Desserts herstellen. Besonders beliebt sind ausgebackene Holunderblüten, die man in Teig taucht und knusprig ausbackt.

Im Herbst folgen die dunklen Beeren. Sie dürfen allerdings nur gekocht verzehrt werden, da rohe Früchte unverträglich sind. Verarbeitet zu Saft, Gelee oder Suppe gehören sie zu den traditionellen Schätzen der Vorratsküche.

Viele Menschen schwören zudem auf Holundersaft bei Erkältungen und fiebrigen Infekten. Ob als Hausmittel oder einfach als leckeres Getränk – Holunder hat in vielen Familien bis heute einen festen Platz.

Holunderblüte

Ein Gewinner des Klimawandels?

Während manche Gartenpflanzen zunehmend unter Hitze und Trockenheit leiden, zeigt sich der Holunder erstaunlich robust.

Er bevorzugt zwar nährstoffreiche, leicht lehmige Böden, kommt aber auch mit weniger idealen Bedingungen zurecht. Sowohl sonnige als auch halbschattige Standorte werden gut vertragen. Hat sich der Strauch einmal etabliert, übersteht er auch längere Trockenphasen deutlich besser als viele andere Gehölze.

Durch sein schnelles Wachstum eignet sich Holunder außerdem hervorragend als Sichtschutz oder als Bestandteil einer naturnahen Hecke. Oft dauert es nicht lange, bis die ersten Vögel zwischen den Zweigen ihre Nester bauen.

Vorkommen

Der Schwarze Holunder ist in weiten Teilen Europas, Nordafrikas und Asiens verbreitet. Er wächst an Waldrändern, Feldhecken, Böschungen und in Gärten. Besonders häufig findet man ihn in Mitteleuropa.

Größere Anbaugebiete für die Fruchtproduktion liegen unter anderem in Österreich, insbesondere in der Oststeiermark. Dort wird Holunder seit vielen Jahren professionell angebaut und verarbeitet.

Wer einmal bewusst auf Holunder achtet, wird feststellen: Der Frühsommer ist voller weißer Blütenwolken. Man muss nur die Augen offen halten.

Was passiert jetzt im Garten?

Der Frühsommer ist die Zeit der Fülle. Fast täglich öffnen sich neue Blüten und viele Stauden erreichen jetzt ihren ersten Höhepunkt.

Rosen beginnen zu blühen, die ersten Erdbeeren werden reif und die Gemüsebeete wachsen oft schneller, als man mit dem Ernten hinterherkommt.

Typische Zeigerpflanzen

Neben dem Holunder gibt es noch weitere Pflanzen, die den Frühsommer ankündigen.

Typische Zeigerpflanzen sind:

  • Pfingstrose (Paeonia)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Holunder (Sambucus nigra)

Das Ende des Frühsommers wird angezeigt durch:

  • Sommerlinde (Tilia platyphyllos)
  • Liguster (Ligustrum vulgare)

Auch die erste Heuernte fällt traditionell in diese Jahreszeit und zeigt, wie eng die Phänologie mit der Landwirtschaft verbunden ist.

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Stauden stützen und anbinden
  • Verblühtes regelmäßig ausputzen
  • Rosen düngen und pflegen
  • Erdbeeren ernten
  • Insektenfreundliche Pflanzen beobachten und fotografieren
  • Erste Gartennotizen für das nächste Jahr machen

Besser noch warten mit

  • größeren Umpflanzaktionen
  • radikalen Rückschnitten
  • Neupflanzungen bei Hitzeperioden

Mein persönlicher Blick

Der Frühsommer ist für mich die Zeit, in der der Garten seine ganze Kraft zeigt.

Nach den ersten Frühlingsblüten kommt jetzt die große Bühne der Stauden, Rosen und Gehölze. Viele Beete wirken plötzlich wie fertige Gemälde. Die Pflanzen haben ihre endgültige Höhe erreicht und zeigen, ob die Planung funktioniert hat oder ob irgendwo noch eine Lücke entstanden ist.

Besonders liebe ich den Duft des Holunders an warmen Juniabenden. Er erinnert mich an Spaziergänge durch Feldwege, an Kindheitssommer und an selbstgemachten Holunderblütensirup. Für mich gehört dieser Duft genauso zum Frühsommer wie das Summen der Bienen und die ersten Erdbeeren aus dem Garten.

Der Juni ist außerdem die Zeit, in der ich einfach einmal innehalte und genieße. Denn schon bald beginnt die Hochsaison der Gartenarbeit – mit Gießen, Schneiden, Ernten und Jäten. Jetzt darf der Garten einfach nur schön sein.

Sabine van Osenbrüggen

Pfingstrose

Robinie

Lindenblüte

Jahreskreis & Phänologie

Alle Infos für entspannteres Gärtnern nach dem Kalender der Natur findest du hier:

Phänologie Vollfrühling im Mai

Phänologie Vollfrühling im Mai

Mai – Vollfrühling: Wenn der Apfelbaum blüht

„Der Apfelbaum ist aufgeblüht, nun summen alle Bienen.“
James Krüss

Der Mai gehört für mich zu den schönsten Zeiten im Gartenjahr. Alles ist plötzlich da: frisches Grün, warme Tage, Vogelgesang und überall summende Insekten. In der Phänologie beginnt jetzt der Vollfrühling – eine Jahreszeit, die nicht durch ein Kalenderdatum bestimmt wird, sondern durch die Natur selbst.

Die wichtigste Zeigerpflanze dieser Jahreszeit ist der Apfelbaum (Malus domestica). Wenn seine Blüten geöffnet sind, hat der Vollfrühling begonnen.

Der Apfelbaum – König des Vollfrühlings

Die Apfelblüte gehört für mich jedes Jahr zu den schönsten Naturereignissen. Die Bäume wirken, als wären sie mit rosa-weißen Wolken geschmückt. Gleichzeitig beginnt eine der wichtigsten Phasen für die spätere Obsternte.

Doch die Blütezeit ist empfindlich. Viele Apfelsorten blühen mittlerweile deutlich früher als noch vor einigen Jahrzehnten. Das erhöht das Risiko von Spätfrösten. Bereits wenige Frostnächte können die empfindlichen Blüten schädigen und die Ernte stark beeinträchtigen.

In großen Obstanlagen wird deshalb häufig die sogenannte Frostberegnung eingesetzt. Dabei werden die Blüten kontinuierlich mit Wasser besprüht. Während das Wasser gefriert, wird Wärme frei, die die Blüten vor stärkeren Frostschäden schützt. Dieses Verfahren funktioniert allerdings nur, solange ständig neues Wasser nachgeliefert wird.

Im Hausgarten wäre eine ähnliche Methode mit einem Rasensprenger theoretisch möglich. Aufgrund des hohen Wasserverbrauchs ist sie für die meisten Hobbygärtner jedoch kaum praktikabel.

Ohne Bestäuber keine Äpfel

Mindestens genauso wichtig wie das Wetter sind die Bestäuber.

Eine Apfelblüte wird nur dann zu einem Apfel, wenn sie von Insekten besucht wird. Gerade früh blühende Sorten haben manchmal das Problem, dass noch nicht genügend Bienen und andere Bestäuber unterwegs sind.

Deshalb stellen viele Obstbauern während der Blütezeit gezielt Bienenstöcke in ihre Plantagen. Auch Wildbienen leisten dabei Erstaunliches. Studien zeigen, dass sie häufig sogar effizienter bestäuben als Honigbienen.

Wie wichtig Insekten für unsere Ernährung sind, zeigt ein Blick nach Asien. In einigen Regionen Chinas werden Obstbäume inzwischen teilweise von Hand bestäubt, weil natürliche Bestäuber fehlen. Dabei wird deutlich, wie unersetzlich Bienen und Wildbienen sind:

  • Ein Mensch bestäubt an einem Tag etwa 30 Obstbäume.
  • Ein einziges Bienenvolk besucht während einer Saison Millionen von Blüten.

Für mich ist das ein weiterer Grund, den Garten möglichst naturnah zu gestalten und möglichst viele Nahrungspflanzen für Insekten anzubieten.

Apfelbaumblüte

Wie der Apfelbaum zu uns kam

Der Kulturapfel stammt ursprünglich aus Zentral- und Westasien. Über Handelswege gelangte er nach Europa und gehört heute zu den wichtigsten Obstbäumen unseres Kontinents.

Besonders große Anbaugebiete finden sich im Alten Land bei Hamburg, am Bodensee sowie in Südtirol. Doch auch in unzähligen Hausgärten und Streuobstwiesen prägt der Apfelbaum bis heute unsere Kulturlandschaft.

Alte Apfelsorten neu entdecken

Der Apfel gehört für uns zu den selbstverständlichsten Obstsorten überhaupt. Im Supermarkt ist er das ganze Jahr verfügbar. Dabei vergessen wir oft, welche Vielfalt es eigentlich gibt.

Besonders spannend finde ich die alten Sorten. Viele Menschen mit einer Apfelallergie berichten, dass sie alte Sorten besser vertragen als moderne Züchtungen. Vermutet wird, dass dies mit den enthaltenen Polyphenolen zusammenhängt – natürlichen Pflanzenstoffen, die in vielen alten Sorten noch reichlich vorhanden sind.

Diese Stoffe wurden bei modernen Sorten oft reduziert, weil sie dafür sorgen, dass angeschnittene Äpfel schneller braun werden.

Zum Glück kümmern sich heute zahlreiche Obstbauvereine, Landschaftspflegeverbände und engagierte Baumschulen um den Erhalt alter Apfelsorten. Viele dieser Schätze findet man noch auf Streuobstwiesen oder in alten Hausgärten.

Was passiert jetzt im Garten?

Im Vollfrühling explodiert das Wachstum förmlich.

Viele Stauden treiben kräftig aus, Rosen entwickeln ihre ersten Knospen und die ersten Gemüsebeete füllen sich. Jetzt beginnt die Zeit, in der der Garten jeden Tag anders aussieht.

Typische Zeigerpflanzen

Wer keinen Apfelbaum in der Nähe hat, kann den Vollfrühling auch an anderen Pflanzen erkennen.

Typische Zeigerpflanzen sind:

  • Blattentfaltung der Stiel-Eiche (Quercus robur)
  • Blüte des Flieders (Syringa vulgaris)
  • Blüte des Bärlauchs (Allium ursinum)

Das Ende des Vollfrühlings kündigen wiederum andere Pflanzen an:

  • Blüte der Himbeere (Rubus idaeus)
  • Blüte des Weißdorns (Crataegus monogyna)

Sie markieren den Übergang in den Frühsommer.

Jetzt ist eine gute Zeit für

  • Aussaat vieler Sommerblumen
  • Pflanzung frostempfindlicher Gemüsepflanzen nach den Eisheiligen
  • Mulchen der Beete
  • Beobachtung von Bestäubern und Wildbienen
  • Planung naturnaher Blühflächen

Besser noch warten mit

  • starken Rückschnitten an Gehölzen
  • größeren Umpflanzaktionen bei Trockenheit
  • übermäßigem Düngen

Mein persönlicher Blick

Für mich ist der Vollfrühling die Jahreszeit des Optimismus.

Im Vorfrühling freue ich mich über die ersten Blüten. Im Erstfrühling beginnt die Gartensaison langsam Fahrt aufzunehmen. Aber erst im Vollfrühling zeigt die Natur ihre ganze Kraft. Der Garten wirkt plötzlich lebendig, üppig und voller Möglichkeiten.

Besonders liebe ich die Apfelblüte. Sie erinnert mich daran, wie eng unser eigenes Leben mit den Abläufen der Natur verbunden ist. Ohne Blüten keine Früchte, ohne Insekten keine Ernte und ohne Geduld kein Garten.

Vielleicht lohnt es sich gerade im Mai, einmal kurz stehen zu bleiben, dem Summen der Bienen zuzuhören und den blühenden Apfelbaum einfach nur zu genießen.

Sabine van Osenbrüggen

Bärlauch

Flieder

Weißdorn

Jahreskreis & Phänologie

Alle Infos für entspannteres Gärtnern nach dem Kalender der Natur findest du hier:

Zeigerpflanzen aus der Reihenfolge

Zeigerpflanzen aus der Reihenfolge

Phänologie – Theorie und Praxis

Dieses Jahr ist es sehr spannend die Zeigerpflanzen zu beobachten. Da wir in Franken bis Ende Februar Schnee und kalte Temperaturen hatten, konnten die Zeigerpflanzen des Winters und Vorfrühling nicht so richtig loslegen. Deshalb sind in meinem Garten zeitgleich Anfang März die Zeigerpflanzen zeitgleich am Start:

Für den Winter:

Duftschneeball

Winter-Duft-Heckenkirsche

Für den Vorfrühling:

Winterlinge

Schneeglöckchen

Weidenblüte

Für den Erstfrühling:

Kornelkirsche

Forsythieblüte = Rosen schneiden

Die Frage, die sich Gärtner momentan stellen, ob die Forsythienblüte als Zeichen des Erstfrühling wirklich noch valide ist, um dann mit dem Schneiden von Rosen und anderen Gehölzen zu starten. Meine Rosen schlage Anfang März schon kräftig aus, aber die Forsythie blüht bei mir noch nicht, also habe ich diese Jahr beschlossen schon zu schneiden. Mal sehen, ob noch ein Frost kommt und die Forsythie doch recht hat.