Elfenblume – Epimedium

Elfenblume – Epimedium

Elfenblume

Epimedium

Die Elfenblumen sind wintergrüne Geschöpfe, d. h. sie behalten ihre Blätter über den Winter und diese werden etwa im Februar braun und trocknen ein. Das ist etwas wie bei einer Hainbuchenhecke.

Was ich an dieser Pflanze schätze

Sie sieht beim Austrieb so zart aus, doch sie ist unglaublich zäh. Sie setzt sich ziemlich gut gegen Giersch durch, kann gut mit Schatten umgehen, aber sie schafft auch für kurze Zeit Sonne und Trockenheit. Nur bei heissen Winden geht sie oberhalb des Bodens ein. Schnecken mögen Elfenblumen auch nicht. Wenn die Elfenblumen lange in einem Beet stehen und sich nicht mehr in die Breite ausdehnen können, wachsen sie höher, ein sehr imposantes Bild.

Charakter & Eigenschaften

Ich würde die Pflanze gleichzeitig als zart und zäh bezeichnen.

Lebenszyklus

Wenn wir nach dem abschneiden der alten Blätter einige Tage warten, kommen ganz zarte Stiele aus dem Boden, daran öffenen sich entweden die wunder schönen glockenartigen Blüten oder kleine Herzförmige Blätter. Dann versteht man den Namen Elfenblumen am besten. Das Frühjahr ist jedes Mal ein magischer Moment. Später werden die Blatter fest, ja richtig hart und damit geht sie durch den Sommer bis in Winter und der Zyklus endet Ende Februar (falls keine Schnee liegt), dann schneide ich die alten Blätter ab und los geht der neue Lebenszyklus.

Pflegeaufwand

Sie können einmal im zeitigen Frühjahr komplett abgeschnitten werden, entweder mit einer Schere oder wenn man die Fläche gut befahren kann, sogar mit dem Rasenmäher. Danach bekommen sie eine gute Ladung Kompost und dann beginnt das warten. Man schaut eine Zeit auf die kahle Fläche und ich frage mich jedes Jahr, war es zu früh, sind die alle eingegangen? Aber dann kommen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen und die Magie des Austriebs beginnt. Wenn es sehr trocken ist, muss man sie gießen, ansonsten ist das ganze Jahr keine Pflege notwendig.

Farbenwunder?

Ja, im Frühjahr je nach Sorte gelbe, rote oder orange farbende Blüten. Bei manchen Sorten verfärben sich die Blätter im Herbst rot, andere bleiben grün.

Begleiter & Pflanzenbuddys

Elfenblumen machen sich gut als Bodendecker unter Hortensien, Sträucher und verstecken gut die Blätter der Narzissen, wenn diese verblüht sind.

Mein Fazit

Die Pflanze ist am besten an der Nordseite oder im Schatten aufgehoben. Dort bildet sie einen dichten grünen Teppich und unterdrückt zuverlässig Unkraut. Im Osten oder Westen sollte sie Schatten von Sträucher und Bäumen bekommen, denn sonst kann sie die Sommerhitze nicht gut vertragen. Eine sehr dankbare Staude.

Hyggefaktor

Hygge ist auf jeden Fall die Blütenzeit, ich kann mich gar nicht sattsehen an diesen zierlichen Blüten.

Sabine van Osenbrüggen

Meine Lieblingssorten

  • Frohnleiten
  • x rubrum
  • Sulphureum
  • Orangenkönigin

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Gartenplanung mit Internet oder Buch

Gartenplanung mit Internet oder Buch

Internet oder Buch? Inspiration für die Gartenplanung

Wer heute einen Garten anlegen oder pflegen möchte, steht oft vor der Frage:
Internet oder Buch – was hilft eigentlich besser?

Das Netz ist riesig, schnell und voller aktueller Trends. Gartenbücher dagegen sind wie kleine Schatzkisten: voller fundiertem Wissen, wunderschönen Bildern und oft persönlich erzählten Erfahrungen.

Beides hat seinen Wert – aber jedes auf seine ganz eigene Weise.

Warum Gartenbücher für mich einfach dazugehören

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als mich mit einer Gartenzeitung oder einem Gartenbuch aufs Sofa zu setzen, eine Tasse Kaffee daneben, Notizbuch und Stift bereit – und dann beginnt die Gartenplanung.

Ich nenne Gartenbücher gerne „Bilderbücher für Erwachsene“. Sie entschleunigen, inspirieren, machen neugierig und sorgen dafür, dass aus einer Idee langsam ein echtes Gartenprojekt wird.

Eines meiner liebsten Werke ist das Foerster-Stauden Kompendium.
Ein 800-Seiten-Wälzer, aber ein wunderbarer:

  • Stauden und Gräser mit Fotos

  • Hinweise zu Frosthärte und Standort

  • Sterne-Bewertung zur Gartenwürdigkeit

  • botanische und deutsche Namen

  • Einblicke in Karl Foersters Leben und Gärtnerei

  • Tipps zur Beetgestaltung

Ich finde dieses Buch extrem wertvoll, weil es nicht nur „schöne Bilder“ bietet, sondern echte Orientierung. Und die botanischen Namen sorgten schon oft dafür, dass ich auch wirklich die Pflanze bekam, die ich kaufen wollte.

Das Werk erscheint inzwischen in der 10. Auflage.
Ich nutze noch die 5. von 2012 – vielleicht gönne ich mir irgendwann zum Ruhestand ein neues Exemplar.

👉 Hier bekommt ihr das Buch direkt beim Herausgeber:
https://www.foerster-stauden.de/produkt/foerster-stauden-kompendium/

Gebrauchte Exemplare gibt es zwar hin und wieder – aber meist zu Preisen, die nicht wirklich attraktiv sind.

Internet & Buch – ein perfektes Duo

Mein Tipp aus vielen Jahren Gartenplanung:
Nutzt die Stärken beider Welten.

  • Holt euch im Internet Inspiration, aktuelle Trends, schnelle Antworten.

  • Und greift für echte Planung, vertieftes Wissen und langfristige Gartenfreude immer wieder zu einem guten Gartenbuch.

So entsteht ein Garten, der nicht nur schön aussieht, sondern wächst, lebt, überrascht und Bestand hat – ganz im Sinne von Karl Foerster.

Ein Foerster-Zitat zum Schluss

„Ein gutes Buch kostet nicht mehr als eine gute Mahlzeit für zwei,
hält aber länger vor und sättigt noch andere.“

Ein Satz, der gerade für Gartenmenschen immer wieder trifft.

Buchprojekt Elfe Tessa

Buchprojekt Elfe Tessa

Die Abenteuer der Elfe Tessa – Ein Herzensprojekt und seine Herausforderungen

Ein kleiner Traum zwischen Blüten, Blättern und Buchstaben

Heute möchte ich euch von meiner Heldin Tessa erzählen.
Tessa ist eine kleine Elfe – neugierig, mutig und mit einem großen Herz für die Natur. Sie spielt die Hauptrolle in meinem Kinder- und Jugendbuch, das seit einiger Zeit in meinem Kopf und in meinem Herzen lebt.

Die liebevoll von Tina Gebhardt illustrierte Tessa erlebt, wie sie ihr Zuhause verliert und im Garten Unterschlupf findet. Dort entdeckt sie eine Welt voller kleiner Wunder: summende Bienen, duftende Kräuter, geheimnisvolle Blüten und Pflanzen, die ihr helfen, sich zurechtzufinden.

Im Laufe der Geschichte wächst Tessa über sich hinaus. Aus der kleinen, etwas ängstlichen Elfe wird eine starke junge Figur, die ihren Platz findet – und sich schließlich in der Menschenwelt für Klima- und Naturschutz engagiert.

Warum Tessa mir so am Herzen liegt

Tessa steht für etwas, das mir selbst sehr wichtig ist: den respektvollen Umgang mit der Natur.
Sie soll Kindern (und vielleicht auch Erwachsenen) zeigen, dass jeder von uns Verantwortung trägt – und dass man selbst als kleines Wesen Großes bewirken kann.

Mit ihr möchte ich eine Brücke schlagen zwischen Fantasie und Wirklichkeit, zwischen kindlichem Staunen und dem Wunsch, unsere Umwelt zu bewahren.

Der Weg zum Buch – und seine Stolpersteine

2022 habe ich das Exposé zu „Tessas Abenteuer“ an verschiedene Verlage geschickt.
Leider kam bisher keine Zusage – vielleicht, weil die Buchbranche gerade schwierige Zeiten durchmacht.
Ein Selbstverlag ist für mich keine Option: Hochwertige Illustrationen und Druckkosten wären zu teuer, und die Erfahrung mit unserem Permakalender hat gezeigt, dass Bücher über 30 € nur schwer Käufer finden.

Doch: Tessa gebe ich nicht auf! 

Ich überlege, ihre Geschichte als E-Book oder digitale Reihe zu veröffentlichen – so können mehr Menschen Tessa kennenlernen, ohne dass hohe Produktionskosten entstehen. Vielleicht findet sie auf diesem Weg ihre Leserinnen und Leser.

Ein Herzensprojekt bleibt lebendig

Tessa erinnert mich jeden Tag daran, warum ich schreibe und gärtnere:
Weil es um Wachstum, Veränderung und Verantwortung geht.
So wie in meinem Garten, wo aus kleinen Samen große Pflanzen werden, wächst auch Tessa mit jeder Idee weiter.

Ich halte euch natürlich hier auf dem Laufenden – und freue mich über euer Feedback, eure Gedanken oder vielleicht sogar eure Unterstützung für dieses Projekt.

Katzenminze

Katzenminze

Katzenminze

Nepeta cataria

Die Katzenminze zog in meinem Garten ein, als ich Katzen bekam. Eine Freundin meinte, das muss unbedingt so sein, Katzen lieben sie und das stimmt.

Was ich an dieser Pflanze schätze

Sie ist wirklich unkaputtbar und sät sich im Garten erfolgreich überall aus. Sie blüht von Mitte April bis Ende November durchgehend.

Charakter & Eigenschaften

Ausdauernd und widerstandsfähig

Lebenszyklus

Die Katzenminze wird im Frühjahr abgeschnitten und treibt ganz schnell aus. Blüht dann den ganzen Sommer über, teilweise mit Unterbrechungen, wenn es sehr heiss und trocken ist. In den Winter geht sie mit grünen Blättern und trocknet ein, sie verliert ihre Blätter nicht, sondern bedeckt weiterhin den Boden.

Pflegeaufwand

Bis auf den Rückschnitt im Frühjahr und evtl. in Trockenphase ein Sommerschnitt, keinen Pflegeaufwand.

Farbenwunder?

Ja, die Blätter sind silbrig grün und die Blüte lila, ein schöner Kontrast.

Begleiter & Pflanzenbuddys

Zu ihr passen gut Rosen oder andere höhere Stauden in gelb.

Mein Fazit

Sie gehört auf jeden Fall in einen Katzengarten und auch in einen Garten der sehr sonnig und trocken ist. Vorsicht, sie sät sich aus, aber wir nicht lästig. Wo man sie nicht haben will, rupft man sie ohne Anstrengung aus oder verschenkt sie weiter.

Hyggefaktor

Allerdings! Aber nur für Katzen, die wälzen sich darin und werden richtig „high“. Auch die Insekten tummeln sich auf der Staude, das ist eine wahre Pracht!

Sabine van Osenbrüggen

Meine Lieblingssorten

Ich kenne meine Sorte nicht, sie war ein Geschenk.

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Permakalender

Permakalender

Die Entstehung des Permakalenders – Ein Herzensprojekt in besonderen Zeiten

Eine Idee, die in der Corona-Zeit wuchs

Zusammen mit Jasmin Köchl und Kathi Pflug habe ich den Permakalender entwickelt, geschrieben, gestaltet und fotografiert. Die Idee entstand 2020, mitten in der Corona-Zeit – einer Phase, die wir mit diesem kreativen Projekt ein Stück lebendiger und sinnvoller gestalten wollten.

Unsere Vision: ein Kalender, der nicht nur Tage zeigt, sondern den Rhythmus der Natur erlebbar macht.

Von sieben auf zehn Jahreszeiten – inspiriert von Karl Foerster

Bereits Karl Foerster hatte Anfang des 20. Jahrhunderts beobachtet, dass wir nicht nur vier, sondern sieben Jahreszeiten haben.
Die moderne Phänologie geht heute sogar von zehn aus – vom Vorfrühling bis zum Winter. Diese Einteilung orientiert sich an sogenannten Zeigerpflanzen: Pflanzen, deren Blüte, Frucht oder Blattfall den Beginn einer Jahreszeit anzeigen.

Diese Beobachtungen helfen nicht nur Gärtnerinnen und Landwirten, Aussaat- und Pflegezeitpunkte besser zu planen. Sie geben auch Aufschluss darüber, wie sich das Klima verändert.

Ich sehe es in meinem eigenen Garten:
Die Felsenbirne blüht heute nur noch eine Woche statt wie früher vier – und ihre Früchte reifen im Juli statt im August. Der Kalender sollte genau dieses Bewusstsein schaffen – ein Werkzeug, um Naturveränderungen bewusst wahrzunehmen.

Ein Kalender, der bleibt

Der Permakalender war kein gewöhnlicher Jahreskalender, sondern ein „permanenter“ Kalender, ohne Wochentage, der über mehrere Jahre genutzt werden konnte. Er verband Wissen, Beobachtung und Gestaltung – mit Texten, Fotos und Illustrationen, die den phänologischen Jahreslauf erklärten und erlebbar machten.

  • Kathi übernahm die Fotografie,

  • Jasmin die Grafik,

  • und ich schrieb die Texte.

Gemeinsam schufen wir ein Kalenderbuch, das Menschen zum Hinschauen und Fühlen einladen sollte – ganz im Sinne von Gartenhygge.

 Von der Idee zum gedruckten Buch

Nach Fertigstellung des Entwurfs wandten wir uns an verschiedene Verlage – leider ohne Erfolg.
Doch dann kam der Wendepunkt: Kathi hatte Kontakt zum Start-up „Pfeffer & Frost“, das unsere Idee mochte und mit uns zusammenarbeiten wollte.

2021 starteten wir eine Crowdfunding-Aktion auf Startnext, um die Produktion zu finanzieren.
Diese Zeit war aufregend, lehrreich – und unglaublich arbeitsintensiv:
Fotoshootings, Videodreh (auch bei mir im Garten), Interviews …
Seitdem weiß ich: Schauspielerin werde ich keine mehr. 😉

Aber das Ergebnis war es wert: Der Permakalender ging in Druck und wurde über Pfeffer & Frost vertrieben.

Ein wertvolles Projekt – auch ohne wirtschaftlichen Erfolg

Im Januar 2022 hielt ich mein Exemplar in den Händen – ein wunderschön gestaltetes, hochwertiges Buch.
Leider blieb der wirtschaftliche Erfolg aus, und der Permakalender ist heute nicht mehr im Handel erhältlich.

Trotzdem war dieses Projekt für mich persönlich ein voller Erfolg.
Ich habe mit einem jungen, kreativen Team gearbeitet und dabei unglaublich viel gelernt – über Design, Papier, Buchproduktion, Crowdfunding und Teamarbeit.

Es war eine Zeit voller Energie, Ideen und Mut – und sie hat mir gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn man einfach anfängt.

Ausblick

Die Texte aus dem Permakalender werden nach und nach hier auf dem Blog erscheinen – als kleine Begleiter durch das Gartenjahr.
Denn auch wenn der Kalender selbst nicht mehr verkauft wird, lebt seine Idee weiter:
Bewusst gärtnern, genau hinschauen und die kleinen Veränderungen der Natur feiern.

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