Buchempfehlung Garten der Erinnerung

Buchempfehlung Garten der Erinnerung

Ein Garten der Erinnerung – Leben und Wirken von Karl Foerster

Ein Buch, das inspiriert, tröstet und anspornt

Wer sich – wie ich – mit Gartengestaltung, Stauden und der Liebe zur Natur beschäftigt, stößt früher oder später auf Karl Foerster. Sein Buch „Ein Garten der Erinnerung“ ist weit mehr als ein klassischer Gartenratgeber. Es ist ein tief bewegendes Werk, das den Leser in das Leben eines Mannes mitnimmt, der trotz zweier Weltkriege und schwerer Zeiten seinen Glauben an die Schönheit der Natur nie verlor.

Foerster schreibt mit einer positiven Energie, die ansteckend ist. Er erzählt, wie er seine Gärtnerei in Bornim aufbaute, seine Stauden erbarmungslos selektierte, bis nur das Beste übrigblieb – und wie er in der Natur Trost, Sinn und unerschöpfliche Inspiration fand.

Karl Foerster – Gärtner, Philosoph und Poet

Karl Foerster war weit mehr als ein Pflanzenzüchter. Er war Philosoph, Dichter und Menschenfreund, der Gärten als Orte der Inspiration, Erholung und geistigen Erneuerung verstand. In „Ein Garten der Erinnerung“ blickt er auf sein bewegtes Leben zurück, teilt botanische Erkenntnisse, persönliche Erlebnisse und Begegnungen – und lässt dabei seine unerschütterliche Liebe zur Natur spürbar werden.

Das Buch bietet zugleich einen Einblick in die Entstehung des weltberühmten Bornimer Gartens, lässt Persönlichkeiten aus seinem Umfeld lebendig werden und zeigt, wie eng für Foerster Natur, Kultur und Lebenskunst miteinander verwoben waren.

Humor als Gartengerät

Was mich an Foerster neben seinem Wissen besonders begeistert, ist sein Humor.
Er empfahl ausdrücklich:

„Humor zur Milderung des sachlichen Ernstes.“

Und er lebte danach. Zwei seiner charmantesten Antworten auf Gartenfragen:

„Was machen wir gegen Wühlmäuse?“ – „Wir schimpfen!“
„Was tun Sie gegen den Löwenzahn im Rasen?“ – „Lernt den Löwenzahn lieben!“

Diese Mischung aus Weisheit und Leichtigkeit macht ihn bis heute so sympathisch.

Es wird durchgeblüht“ – Ein Prinzip, das bleibt

Foersters bekanntestes Motto lautete:

„Es wird durchgeblüht!“

Damit brach er mit der alten Tradition, Gärten im Winter „aufzuräumen“.
Stattdessen schuf er Pflanzungen, die das ganze Jahr über lebendig bleiben: mit Gräsern, winterblühenden Sträuchern und Stauden, die auch im Verblühen noch schön sind.

Er war ein früher Verfechter von nachhaltigem Gärtnern, lange bevor dieser Begriff existierte. Schon damals schrieb er über die Bedeutung von Wäldern, Totholz und ökologischer Vielfalt – Themen, die heute aktueller sind denn je.

Lasst Euch verzaubern von dieser Lektüre, die den Garten als Ort der Erinnerung, der Hoffnung und des beständigen Wandels feiert. 

Sabine

Ein Leben für die Pflanzen

Karl Foerster wurde 96 Jahre alt. Er hinterließ uns eine Fülle an Ideen, Texten und Züchtungen – Pflanzen, die für Schönheit, Gesundheit und Ausdauer stehen. Er inspirierte Generationen von Gärtnerinnen und Gartenliebhabern, Gärten nicht nur zu gestalten, sondern zu fühlen.

Amerikanischer Amberbaum

Amerikanischer Amberbaum

Amerikanischer Amberbaum

Liquidamber styraciflua

Der Amberbaum war lange Jahre mein Sehnsuchtsbaum, aber ich war zurückhaltend, da er sehr groß werden kann. Nun wurde ich älter und habe mir gedacht, das ist doch total egal, in meinem Leben wird der nicht mehr 20 Meter hoch. Also schritt ich zur Tat und hab einen 2024 gekauft.

Was ich an dieser Pflanze schätze

Ganz klar die Wuchsform, die schönen Blätter und die Herbstfarbe.

Charakter & Eigenschaften

Ein bisschen die Diva. Ich musste ihn 2025 umsetzen, weil ihm der erste Standort nicht zusagte.

Lebenszyklus

Der Blätteraustrieb erfolgt recht spät im Frühjahr, das kann sich schon mal bis Mai hinziehen, die Blüte ist unscheinbar. Im Sommer steht er schön belaubt da und dann beginnen die Knallfarben im Herbst.

Pflegeaufwand

Bisher keinen. 2025 wurde er nach dem Umpflanzen noch regelmäßig 2 mal die Woche gegossen, das war’s.

Farbenwunder?

Ja, aber nur im Herbst. Über den Sommer ist er „normal“ grün.

Begleiter & Pflanzenbuddys

Er ist definitiv ein Solitärbaum. Da bei meinem Baum die Zweige recht tief ansetzen, bekommt er keine Begleiter.

Mein Fazit

Dieser Baum begeistert, aber er hat mir auch ein bisschen Sorgen bereitet, da er im ersten Jahr nicht angehen wollte. Da der Baum über 100 EUR gekostet hat, war ich schon darauf bedacht, dass er überlebt. Und wenn ihr jünger seid als ich, bitte gut überlegen, ob er in Euren Garten passt. Und noch ein ganz wichtiger Tipp: Amberbaum nur im Herbst kaufen, damit ihr auch den richtigen Farbton bekommt. Die Art variert zwischen gelb bis rot, je nachdem was ihr haben wollt, deshalb im Herbst aussuchen.

Hyggefaktor

Ein Baum, der einen begeistert und ein bisschen stolz macht.

Sabine van Osenbrüggen

Meine Lieblingssorten

Leider fehlt mir hier der Vergleich, da ich nur die Ursprungssorte habe.

Weitere Infos

Die Sieben Jahreszeiten von Isabelle van Groeningen

Die Sieben Jahreszeiten von Isabelle van Groeningen

Ein Buch, das inspiriert – und eure Pflanzenwunschliste gefährlich verlängert!

Vor diesem Gartenbuch muss ich euch warnen. Warum? Das erzähle ich euch gleich …

Mehr als vier Jahreszeiten – ein Gartenjahr in sieben Phasen

„Die Sieben Jahreszeiten“ von Isabelle van Groeningen ist für mich eines der inspirierendsten Gartenbücher der letzten Jahre.
Statt der üblichen vier Jahreszeiten teilt Isabelle das Gartenjahr in sieben fein abgestufte Phasen ein – ein Ansatz, der dem Permakalender und der phänologischen Beobachtung erstaunlich nahekommt.

Mit großer Leidenschaft beschreibt sie die Stimmung, Farben, Besonderheiten und Herausforderungen jeder dieser Gartenphasen. Sie verbindet:

  • praktische Tipps zur Pflanzenpflege,

  • botanisches Wissen,

  • und persönliche Geschichten aus ihrem eigenen Gartenleben.

Besonders schön finde ich ihre Einblicke in den kleinen Stadtgarten, den sie gemeinsam mit Gabriella Pape in Berlin bewirtschaftet – ein echtes Beispiel dafür, wie viel Gartenhygge selbst auf kleinem Raum entstehen kann.

Warum ich euch „warnen“ muss

Nun fragt ihr euch sicher: „Warum denn warnen? Es klingt doch ganz harmlos!“

Weit gefehlt! In jedem der sieben Kapitel schreibt Isabelle von traumhaften Bäumen, Sträuchern, Stauden und Frühblühern.

Natürlich bin ich sofort ins Internet – und was soll ich sagen?
👉 Meine Einkaufsliste wurde länger und länger …

Und ich verspreche euch: Eure wird es auch!

Aber im Ernst: Isabelle betont, wie wichtig Planung ist – und da hat sie vollkommen recht.

Planung statt Spontankauf – Isabelles wichtigste Botschaft

Bevor ihr euch inspirieren lasst und voller Begeisterung Pflanzen bestellt, stellt euch die entscheidenden Fragen:

  • Wie ist der Boden in meinem Garten?
    Sandig? Lehmig? Feucht? Trocken?

  • Wie sind die Lichtverhältnisse?
    Sonne, Halbschatten, Schatten – nicht jede Staude liebt jeden Standort.

  • Wie groß wird die Pflanze wirklich?
    Ein hübscher Baum im 3-Liter-Topf kann später 10 Meter breit werden.

  • Passt die Pflanze langfristig zu mir und meinen Bedürfnissen?
    Auch in Bezug auf Pflege, Wasserbedarf und Arbeitsaufwand?

Diese ehrlichen Hinweise können viel Geld, Zeit und Frust sparen. Und sie machen das Buch so wertvoll.

Mein Blick nach vorn: Neues Präriebeet 2026

In meinem eigenen Garten steht 2026 die Neugestaltung des Präriebeets an.
Von den über 400 Stauden, die ich dort ursprünglich gesetzt habe,

  • haben sich manche verabschiedet,

  • andere wiederum haben sich so breit gemacht, dass keine Luft mehr blieb.

Den kommenden Winter werde ich daher mit Planen verbringen – Stift, Papier, Bücher und Tassen Kaffee um mich herum.
Ich suche Pflanzen, die:

  • mit Sand und Sonne zurechtkommen,

  • trockenheitsverträglich sind,

  • und mir im Alter nicht zu viel Arbeit bereiten.

Bleibt dran – ihr werdet die Entwicklung hier auf dem Blog mitverfolgen können.

 

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Norwegens Garteninsel

Norwegens Garteninsel

Ein Besuch auf Flor og Fjare – Norwegens Garteninsel im Fjord

Mein etwas verregnetes, aber unvergessliches Erlebnis in Stavanger

Im Sommer 2016 hatte ich die Gelegenheit, eine Kreuzfahrt entlang der norwegischen Küste zu machen. Mein letztes Ziel vor der Heimreise war die charmante Stadt Stavanger. Schon lange bevor die Reise begann, hatte ich einen Bericht über eine ganz besondere Garteninsel gesehen – Flor og Fjare. Als ich entdeckte, dass dorthin ein Ausflug angeboten wurde, war meine Entscheidung schnell gefallen: Das musste ich sehen!

Anreise mit Regen und Regenschirm

Das norwegische Sommerwetter zeigte sich während meiner Reise von seiner rauen Seite – Regen, Wind und Nebel waren ständige Begleiter. Auch am Tag des geplanten Ausflugs war keine Wetterbesserung in Sicht.
Trotzdem stiegen wir voller Vorfreude ins Boot. Immerhin war es beim Ablegen trocken – und in Norwegen weiß man, dass sich das Wetter alle paar Minuten ändern kann.

Kaum auf der Insel angekommen, fing es natürlich wieder an zu regnen. Aber die Norweger sind auf alles vorbereitet: Jeder bekam einen Regenschirm in die Hand, und die Führung konnte beginnen.

Ein Garten, der jedes Jahr neu entsteht

In Gewächshäusern nahe Stavanger werden jährlich rund 50.000 einjährige Pflanzen herangezogen. Ab Mai werden sie per Schiff auf die Insel gebracht und dort neu arrangiert.
Auf meine Frage, warum keine Stauden verwendet werden, bekam ich eine erstaunlich logische Antwort:

„Nur mit Einjährigen können wir die Farb- und Musterspiele jedes Jahr neu gestalten. Stauden würden das Gesamtbild zu unkontrolliert verändern.“

Das leuchtete mir sofort ein – und zeigt, wie präzise geplant und dennoch kreativ dieser Garten ist.

Farbenpracht trotz grauer Wolken

Obwohl das Wetter an diesem Tag alles andere als freundlich war, blieb die Stimmung heiter. Zwischen Palmen, Begonien, Petunien und Tropenpflanzen fühlte man sich wie in einer anderen Welt.
Selbst im Regen strahlten die Farben – und vielleicht war es genau dieses raue norwegische Licht, das den Garten so besonders wirken ließ.

Ich war schlicht begeistert und hoffe, eines Tages bei Sonnenschein zurückzukehren, um Flor og Fjare noch einmal in seiner ganzen Pracht zu erleben – und natürlich, um noch mehr Fotos zu machen.

Fazit

Trotz Regen war der Besuch auf Flor og Fjare eines meiner schönsten Gartenerlebnisse überhaupt.
Eine Insel, die zeigt, was möglich ist, wenn Leidenschaft, Präzision und Liebe zur Natur aufeinandertreffen.

👉 Wer mehr erfahren möchte:
Flor og Fjare – Offizielle Website

Buchempfehlung Mein Leben für den Garten

Buchempfehlung Mein Leben für den Garten

Buchempfehlung: „Mein Leben für den Garten“

Die inspirierende Geschichte von Beth Chatto

Im heutigen Beitrag möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen:
„Mein Leben für den Garten“ von Catherine Horwood – die Biografie der legendären englischen Gartengestalterin Beth Chatto.

Beth Chatto war eine echte Self-Made-Gärtnerin. Ohne formale Ausbildung, aber mit unerschütterlicher Leidenschaft, wurde sie zu einer der bedeutendsten Gartenpersönlichkeiten Großbritanniens. Sie gewann zehn Goldmedaillen auf der Chelsea Flower Show – ein Erfolg, von dem viele nur träumen.

Eine Frau mit Weitblick

Was mich besonders fasziniert hat: Beth war ihrer Zeit weit voraus.
Sie erkannte früh, dass Gärten sich an das Klima anpassen müssen – nicht umgekehrt. Mit ihrem berühmten Kiesgarten schuf sie ein Konzept, das heute aktueller ist denn je: Gärten, die mit wenig Wasser auskommen und trotzdem voller Leben und Schönheit sind.

Ihre Idee, Pflanzen konsequent nach Standortbedingungen auszuwählen, prägt bis heute das nachhaltige Gärtnern. Trockenheitsverträgliche Stauden, strukturierende Gräser, naturnahe Pflanzungen – vieles davon, was heute selbstverständlich wirkt, geht auf Beth Chattos Arbeit zurück.

Mehr als ein Gartenbuch

Auch wenn das Buch weniger Fachwissen vermittelt, ist es für mich ein echtes Inspirationserlebnis.
Catherine Horwood erzählt Beths Lebensgeschichte mit Wärme und Respekt – von den Anfängen in einem ländlichen Garten bis hin zu einer der einflussreichsten Stimmen der Gartenwelt.

Ich habe das Buch in einem Zug gelesen – nicht wegen der Gärten, sondern wegen der Frau dahinter.
Ihre Ausdauer, ihre Kreativität und ihre Liebe zur Natur machen Mut, eigene Wege zu gehen – im Garten wie im Leben.

Mein Fazit

Wer Lust auf eine inspirierende Lebensgeschichte voller Leidenschaft, Beharrlichkeit und grüner Visionen hat, wird dieses Buch lieben. Es ist kein typisches Gartenratgeber-Buch, sondern eine Einladung, die Welt der Pflanzen mit neuen Augen zu sehen.

„Mein Leben für den Garten“

von Catherine Horwood

erschienen im Ulmer Verlag,

ISBN 978-3-8186-0826-2

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Beth Chatto: Mein Leben für den Garten

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